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Der SBB-Shop im Gemeindehaus

Noch weiss es in Herrliberg kaum jemand, aber seit kurzem kann man bei der Verwaltung auch Zugbillette kaufen.

Von Tim Frei Herrliberg – Seit einer Woche können die Herrliberger in ihrem Gemeindehaus SBB-Tickets kaufen. Die Gemeinde ist eine von landesweit gerade mal elf, in denen das möglich ist. Dies, weil sie an einem gemeinsamen Pilotprojekt der SBB und des Zürcher Verkehrsverbundes teilnimmt. Bloss weiss das im Dorf bisher kaum jemand, wie eine Umfrage zeigt. Kein Wunder: Die Gemeinde hat für den Ticket-Shop noch keinerlei Werbung gemacht. Weder im Eingangsbereich des Gemeindehauses noch auf der Abteilung Einwohnerdienste, wo die Billette angeboten werden. Demnächst soll aber im Lokalblatt über das Angebot informiert werden. Vor allem für ältere Leute Einer der Befragten wundert sich über dessen Sinn. «Solange es einen Bahnschalter gibt, soll man doch dort hingehen», sagt er. Michèle Sauter von der Gemeindeverwaltung weiss zwar, dass die meisten Herrliberger ihre Tickets dort lösen, aber sie findet das Angebot trotzdem sinnvoll – vor allem für ältere Leute. Diese könnten sich den Weg hinunter zum Bahnhof sparen und all ihre Besorgungen im Dorfzentrum erledigen. Laut Daniele Pallecchi, dem Mediensprecher der SBB, geht es beim Pilotprojekt nicht darum, die Ticketautomaten zu ersetzten. Der Service richte sich in erster Linie an Leute, die Probleme im Umgang mit Computern oder Handys haben und deshalb ihre Billette nicht online bestellen können. «Es ist aber auch eine Gelegenheit für die Verwaltungen, den öffentlichen Verkehr zu unterstützen», sagt er. Die Gemeindeverwaltungen seien fürs Mitmachen mit einer Pauschale von 5000 Franken entschädigt worden.Die Pilotphase läuft seit Juni 2010. «Wir wollen zuerst Erfahrungen sammeln, bevor wir uns eine definitive Einführung überlegen», sagt Pallecchi. Die SBB seien demnächst so weit und würden dann informieren. Keine Generalabonnemente Die SBB haben den Gemeinden freigestellt, neben normalen Tickets auch Strecken- oder Generalabonnemente auszustellen, wenn sie das als sinnvolle Dienstleistung erachten. Herrliberg hat darauf verzichtet. «Wir müssten diese Abos bei den SBB bestellen, was mit einem deutlichen Mehraufwand verbunden wäre», sagt Michèle Sauter. Keinen Einfluss hat der SBB-Ticket-Shop am Gemeindeschalter übrigens auf den Verkauf der GA-Tagespässe, von denen in Herrliberg weiterhin pro Tag drei Stück erhältlich sind.

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