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Der Pfäffiker Dorfsaal wird konkret

Lange mussten die Pfäffiker auf einen Dorfsaal warten. 2011 soll das Bauvorhaben im Kesselhaus die letzten Hürden nehmen.

Von Pia Wertheimer Pfäffikon – Etliche Male hiess es in den vergangenen Jahren für den Pfäffiker Dorfsaal «zurück auf Feld eins». Seit dem Ja der Gemeindeversammlung im November 2009 zum Projektierungskredit für einen Saal im Kesselhaus geht es nun aber vorwärts. Dies veranschaulichte die zuständige Arbeitsgruppe am Montagabend. Sie präsentierte zahlreichen Vereinsvertretern den aktuellen Planungsstand. Jüngst hatte die Planungsgruppe Dorfsaal zu diesem Thema der Bevölkerung den Puls gefühlt. Dass dies nicht eine Alibiübung war, machen die Planänderungen deutlich. Die markanteste Veränderung des Vorhabens ist der Standort der Bühne im grossen Saal. Statt stirnseitig an der Ost- soll sie nun auf der Westseite stehen. Architekt Andreas Lüthi stellte klar: «Dies bringt räumlich und betrieblich grosse Vorteile.» So haben die Planer Raum für Künstlerzimmer und eine grössere Küche geschaffen. Weil die Bühne des grossen Saals und der geplante kleinere Saal im Obergeschoss dadurch nicht mehr beieinanderlägen, müssten die Installationen getrennt geführt werden. «Und das hat seinen Preis.» 320 Personen sollen im grossen Saal Platz nehmen können, 110 zusätzlich auf einer Galerie. Ein Teil des Untergeschosses des Kesselhauses wird Huber+Suhner weiterhin nutzen. Eine weitere Neuerung ist aber, dass die Kompressoren des Spezialisten für Verbindungstechnik nicht mehr im Untergeschoss stehen werden. Die Vereinbarung zwischen dem Pfäffiker Unternehmen und der Gemeinde liess die Anwesenden aufatmen. «Dies wirkt sich positiv auf die Lärmemissionen aus», sprach Lüthi aus, was alle dachten. Räume mit eigenem Charakter Im ersten Stock will der Verein «Kultur im Rex» einziehen. «Wir mieten unser Lokal vom Eigentümer und haben eine sechsmonatige Kündigungsfrist», sagte Marc Holland von «Kultur im Rex». Ein Umzug ins Kesselhaus mit der Gemeinde Pfäffikon als Vermieterin würde dem Kulturverein mehr Sicherheit geben. «Wir werden dort mindestens das gleiche Programm bieten», kündigte Holland an. Dem kleinen Saal wollen die Planer eine gestufte Kinobestuhlung verpassen. Und während ursprünglich 110 Kinositze geplant waren, kämpfte der Verein erfolgreich um zusätzliche drei Stuhlreihen, die sich entfernen lassen. Die dritte mietbare Räumlichkeit könnte eine Lounge auf dem Dach sein. «Sie soll von der Aussicht auf den See profitieren und ist für 50 Personen gedacht», so Lüthi. Allerdings ist sie im Gegensatz zu den beiden Sälen als Option deklariert. «Sie könnte auch im Nachhinein erstellt werden», ergänzte der Architekt. Die drei Räumlichkeiten des Kesselhauses hätten absichtlich ganz verschiedene Charaktere. «Davon lebt das Konzept.» Miete ab 250 Franken Die Arbeitsgruppe hat zudem ein Nutzungsreglement mit Miettarifen ausgearbeitet. «Wir haben uns an den Preisen des Fällander Zwickyareals orientiert», erklärte Gemeindepräsident Bruno Erni (parteilos). Die Tarifliste unterscheidet zwischen einheimischen und auswärtigen Mietern und beinhaltet Preise für den grossen Saal von 250 bis 2300 Franken pro Tag. Zu den Gebühren können bis zum 30. November bei der Liegenschaftsverwaltung noch Stellungnahmen abgegeben werden. Für Erni ist klar: «Wir möchten das Kesselhaus mit möglichst vielen Veranstaltungen auslasten.» Dies schlage sich auf den Ertrag nieder und schone die Steuergelder. Der Gemeinderat will am 24. März die Pfäffiker in einer öffentlichen Veranstaltung informieren. «Dann können wir allenfalls noch allerletzte Änderungen vornehmen», sagte Erni. Geht es nach dem Fahrplan der Pfäffiker Exekutive, wird die Gemeindeversammlung das Projekt am 20. Juni 2011 vorberaten. Am 23. Oktober 2011 sollen die Stimmbürger dann über die Vorlage an der Urne entscheiden. «Es ist durchaus denkbar, dass wir über die verschiedenen Optionen, wie den Minergiestandard und die Lounge, separat abstimmen lassen.» Der Gemeinderat will einen Dorfsaal, aber ohne Kamin. Archivbild: Christoph Kaminski

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