Zum Hauptinhalt springen

Der Bau des Sihluferwegs rückt in weite Ferne

Gegen seinen Willen legt der Adliswiler Stadtrat eine Verzichtserklärung zum Bau des Sihluferwegs vor. Dabei hätte der Kanton die Hälfte der Kosten übernommen.

Von Philipp Kleiser Adliswil – Der linksufrige Sihluferweg in Adliswil soll nicht realisiert werden. Diesen Antrag hat der Stadtrat der Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission (RGPK) eingereicht, wie er an der letzten Parlamentssitzung mitteilte. Der Adliswiler Gemeinderat hatte 2005 zwar einen Baubeschluss gefasst, diesen Entscheid später aber infrage gestellt. Die bürgerliche Mehrheit erachtet den Sihluferweg inzwischen als Luxus, den man sich nicht leisten könne. Ein entsprechender Vorstoss wurde vor einem Jahr für erheblich erklärt. Der Stadtrat dagegen argumentierte stets, so günstig käme Adliswil nie mehr zu einem Sihluferweg. Weil das kantonale Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel) an der Sihl Hochwasserschutzmassnahmen realisieren muss und von einem Bewirtschaftungsweg am linken Flussufer profitieren würde, hätte die Stadt Adliswil nur die Hälfte der Kosten für den Weg übernehmen müssen, nämlich 325 000 Franken. Wird der Sihluferweg vom Parlament endgültig ad acta gelegt, nimmt sich das Awel den Hochwasserschutz vor. Das Bett der Sihl zwischen dem Wehr am Kanalweg und der Wachtbrücke soll um rund 40 Zentimeter vertieft werden, um Überschwemmungen zu verhindern. Ausserdem ist auf der linken Uferseite eine Schutzmauer geplant.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch