Zum Hauptinhalt springen

Das Tibeterhaus steht zum Verkauf

Das Tibeterhaus ist eine Institution in Oetwil. Nun will die Gemeinde die Liegenschaft samt Bauland verkaufen.

Historisches Gebäude Von Christian Dietz-Saluz Oetwil – Jetzt geht es auch um das Tibeterhaus an der Bergstrasse. Seit Jahren schon ist der Wunsch aus dem Gemeindehaus Oetwil zu hören, das Dorf solle moderat wachsen. Doch die Entwicklungspläne im Zentrum stiessen stets beim Tibeterhaus an. Lediglich die Tibeterwiese nebenan war bisher Teil der Diskussionen um die Nutzung von Landreserven. Die Wiese wie auch das ehemalige Bauernhaus oberhalb der Sternen-Kreuzung sind im Besitz der Gemeinde. Dass nun auch das Tibeterhaus zu einem Thema wird, hat finanzpolitische Gründe. Wie an einer Informationsveranstaltung zu den Legislaturzielen vom Gemeinderat erklärt wurde, will sich Oetwil bis Ende der Amtsperiode 2010 bis 2014 der grossen Schuldenlast entledigen. 15,8 Millionen Darlehensschulden üben hohen Zinsdruck aus. Mit dem Verkauf von drei Liegenschaften kann sich das Storchendorf sanieren. Tausende von Flüchtlingen Das Tibeterhaus erhielt seinen Namen vor fast 50 Jahren. Zwischen 1960 und 1964 kamen Tausende Tibetflüchtlinge in die Schweiz. Sie fanden hier Aufnahme, nachdem ihr Widerstand von den Besetzern aus China gebrochen worden war. Oetwil gehört neben Rikon, Horgen, Flawil und Trogen zu jenen Orten, die viele tibetische Flüchtlinge aufgenommen haben. Tibet-Gemeinschaft bedauert Der Präsident der Tibet-Gemeinschaft Oetwil, Ngawang Gangshontsang, bedauert die Verkaufsabsicht des Gemeinderats als Ende einer Tradition. Finanzvorstand Werner Bosshard stellt der Tibeter-Gemeinschaft Oetwil einen Vorzugspreis in Aussicht, falls sie die Liegenschaft erwerben will. Allerdings habe beim Verkaufspreis die Gemeindeversammlung das letzte Wort. Der Präsident der Tibet-Gemeinschaft Oetwil, Ngawang Gangshontsang, bedauert die Absicht der Gemeinde Oetwil, die das Tibeterhaus verkaufen will, um die Gemeindefinanzen zu sanieren. Foto: Reto Schneider

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch