Zum Hauptinhalt springen

Das Polizei- und Justizzentrum soll auf den Flugplatz Dübendorf

Die SP ringt um ihre Position zum Polizei- und Justizzentrum. Nun schlägt die Juso Dübendorf einen anderen Standort für das umstrittene Projekt vor.

Von Beat Metzler Zürich – Lange galten die SP und ihr damaliger Justizdirektor Markus Notter als stärkste Verfechter des geplanten Polizei- und Justizzentrums (PJZ). Doch seit kurzen fordern prominente Stimmen in der Partei, am 4. September gegen das 600-Millionen-Franken-Projekt zu stimmen. Um dafür die Chance zu erhalten, auf dem SBB-Areal 1000 günstige Wohnungen zu erstellen, wie es die Gruppe Cargo 4 vorschlägt (TA vom 18. Mai). Nun liefert der Dübendorfer Juso-Gemeinderat Patrick Angele ein weiteres Gegenargument. Mit einer Interpellation fordert er, dass das PJZ nicht in Zürich, sondern auf dem ehemaligen Militärflugplatz in Dübendorf gebaut werden soll. Dübendorf soll sich beim Kanton um eine solche Verlegung bemühen. Als Grundlage dient Angele die Vision der Architektengruppe «Krokodil», die den Militärflugplatz als Standort für öffentliche Grossbauten vorsieht. «Zürich hat genug Zentrumslasten und braucht neue Wohnungen. Auf dem Militärflugplatz gibt es dagegen mehr als genug Platz.» Mit dem Vorstoss will es Angele seinen Genossen erleichtern, für die Aufhebung des PJZ-Gesetzes zu stimmen. «Es gibt Alternativen. Wer gegen das PJZ auf dem Güterbahnhof-Areal ist, lehnt das PJZ nicht grundsätzlich ab.»Unterstützung erhält Angele aus Zürich: «Wir müssen die Stadt über ihre Grenzen hinaus denken», sagt die Stadtzürcher SP-Gemeinderätin Jacqueline Badran, die ein Wohn- und Gewerbeprojekt auf dem Güterbahnhof unterstützt. Von der Verkehrsanbindung her eigne sich Dübendorf deutlich besser als PJZ-Standort als Zürich. Kreis 4 will freie Kaserne Anderer Meinung ist die SP des Kreises 4, die sich nach intensiver Beratung erneut klar für das PJZ ausgesprochen hat. «Wir wollen endlich, dass die Kantonspolizei das Kasernenareal freigibt. Dafür haben wir fast 40 Jahre lang gekämpft», sagt Patrick Hadi Huber, Präsident der SP 4. Nach einem Nein zum PJZ gäbe es im Quartier gleich zwei Brachen mit ungewisser Zukunft. Und ob auf dem Güterbahnhof-Areal je Wohnungen entstünden, sei sehr unsicher. Die städtische SP wird ihre Parole am 5. Juli beschliessen, die kantonalen SP-Delegierten entscheiden eine Woche später. Bereits gestern hat die SVP ihre Ja-Parole zur Aufhebung des PJZ-Gesetzes bekannt gegeben. Die Partei hat das Projekt von Beginn weg bekämpft. Podiumsdiskussion zum Güterbahnhof. Heute um 19.30 Uhr, Kanzlei, Kanzleistrasse 56, 8004 Zürich.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch