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Das fünfte Weidfest in Meilen lockt das Publikum in Scharen an

Das Wetter hat der Beef am vergangenen Sonntag über 20 000 Besucher beschert. Dies führte zuweilen zu Fleischengpässen. Die Beizer halfen sich aber gegenseitig aus.

Von Simona Triet Meilen – «Achtung, fertig, los!» Ein Helfer öffnet das Gattertor und bringt sich mit zwei langen Schritten in Sicherheit. Ein wilder Knäuel von sechs Schweinen stürmt in die Arena, angefeuert von Hunderten von Zuschauern, die sich um die Rennbahn drängen oder auf Tischen und Bänken stehen, um einen Blick auf das Säuli-Rennen zu erhaschen. Die kleinen Vierbeiner pfeilen durch das mit Erde ausgelegte Festzelt. Schwein Nummer drei erreicht als erstes das Ziel – einen Futtertrog – und beschert den Besuchern, die richtig getippt haben, einen Preis. Nach dem Säuli-Rennen stürmen Kinder die Rennbahn, jagen den sechs Schweinen hinterher und treiben sie unter Gelächter und Gequieke wieder in den Stall. So viele Besucher wie noch nie Seit sechs Tagen geniesst man auf dem Gutsbetrieb Hohenegg ob Meilen nicht mehr die Stille des Landlebens und lauscht dem Vogelgezwitscher und den zirpenden Grillen. Die Beef hat ein-geschlagen wie eine Bombe: Auf über 200 000 Quadratmetern macht sich das grösste Weidfest der Schweiz breit. Die Hälfte des Areals nehmen gedeckte Zeltflächen, Tribünen, der Kinderbereich und die Weidekoppeln in Anspruch. Auf den anderen 10 Hektaren reiht sich Auto an Auto: Improvisierte Parkplätze rund um das ganze Beef-Areal prägen das Ortsbild. Bereits Kilometer vor den Festzelten stehen Autos am Strassenrand. Ein überfüllter Shuttlebus bringt die Gäste vom Auto zur Viehschau und wieder zurück. Solche Transportmittel waren vonnöten, denn vergangenen Sonntag pilgerten so viele Besucher wie noch nie zuvor an die Beef. «Wir schätzen die Besucherzahl vom Sonntag auf über 20 000», sagt Organisationskomitee-Präsident Ivo Wegmann. So viele Leute hätten sich noch nie an einem Tag in den Gastrozelten und auf der mit Holzschnitzeln bedeckten Wiese getummelt. Am Sonntag habe einfach alles gestimmt, sagt Wegmann. «Das Wetter war perfekt für die Beef.» Die Temperaturen hätten die Gäste nicht in die Badi gelockt, dennoch sei es angenehm warm gewesen. In der Nacht auf Montag goss es aber wie aus Kübeln. Dem Weidfest können Niederschläge nichts anhaben, ist sich Wegmann sicher. Gedeckte Restaurants gebe es genügend, zudem würden Bodenplatten dafür sorgen, dass sich die Wiese nicht in Morast verwandle. Aber diverse Autos versanken in der Nacht auf Sonntag im Schlamm und mussten von der Feuerwehr herausgezogen werden (TA vom 30. 8.). Tortillas mit Schweizer Fleisch 1999 organisierte Wegmann zum ersten Mal das Weidfest in Meilen. Ziel der Veranstaltung sei es gewesen, der Bevölkerung zu zeigen, wie qualitatives Schweizer Fleisch erzeugt werde. Dies ist laut Wegmann auch heute noch der Kerngedanke der Beef. Rund um die 27 verschiedenen Rinderrassen aus der ganzen Schweiz, die in Meilen ausgestellt sind, ist aber im Laufe der Zeit ein Ausflugsdomizil für Städter entstanden. Zahlreiche Restaurants, die ausschliesslich Schweizer Fleisch anbieten, laden ein zum Schlemmen. Sogar am Asiaten- und Mexikanerstand wird das Essen mit Fleisch aus der Region zubereitet. Diverse Comedyshows sowie Countrymusik mit prominenten Gästen unterhalten die Besucher bis in die späten Abendstunden hinein. Die Kinderwelt sei im Vergleich zu den Vorjahren deutlich vergrössert worden. Eltern können beispielsweise ihre Kinder im Beef-Kindergarten abgeben. Ausgebaut worden ist auch das Gastroangebot. Die Restaurants seien am Sonntag derart von den Besuchern überrannt worden, dass man sich gegenseitig mit Steaks habe aushelfen müssen, sagt Wegmann. Zum Gelingen des Festes tragen rund 600 Helfer bei. Die Beef dauert noch bis zum 5. September und wird voraussichtlich in drei Jahren wieder in Meilen stattfinden. Ivo Wegmann. Kinder jagen an der Beef nach dem Säuli-Rennen den Schweinen hinterher. Foto: Sabine Rock

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