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Das Derby als erstes Dessert

Kloten gewinnt in Genf 4:3, beendet die Qualifikation auf Platz 2 und trifft im Viertelfinal auf die Lions

Von Etienne Wuillemin, Genf Gerade als Simon Bodenmann die Flyers in Genf in Führung schoss, brachte die Anzeigetafel in der Vernets-Halle Kunde von der 2:0-Führung des HCD gegen die Lakers. Und weil die Bündner auch im weiteren Verlauf des Abends keine Schwächen offenbarten, wurde Tatsache, was sich zuletzt angekündigt hatte: Ab Samstag treffen die Kloten Flyers im Playoff-Viertelfinal auf die ZSC Lions. Die Stimmung in der Klotener Garderobe war nach dem Sieg gegen Servette gelöst. Der zweifache Torschütze Simon Bodenmann sagte: «Es war wichtig, mit diesem Sieg noch einmal ein gutes Gefühl zu holen vor dem Playoff.» Der Powerflügel, der noch während der Viertelfinal-Serie seinen 23. Geburtstag feiert, kehrt in dieser Nacht noch einmal in die WG zu ZSC-Torhüter Lukas Flüeler zurück. Danach zieht er bis auf weiteres zu seinen Eltern in Winterthur. Den Schlüssel zum Sieg über die Stadtzürcher sieht Bodenmann in den Emotionen. Der ZSC werde seine Chance in Provokationen suchen. «Darauf dürfen wir uns nicht einlassen. Wir müssen schauen, dass die Emotionen keine Rolle spielen, und viel Schlittschuh laufen», ergänzt er. Warum Bodenmann das sagt, zeigte das gestrige Spiel. Dieses wurde im letzten Drittel emotionaler und kämpferischer. Und die Flyers offenbarten, dass ihnen das nicht behagt. Bezina erzielte zwei Tore zum zwischenzeitlichen 3:3, ehe Bodenmann die Partie mit einem wunderbaren Solo doch noch zu einem Klotener Happyend brachte. Auf die Frage, welche Faktoren das Derby entscheiden würden, witzelte Trainer Anders Eldebrink: «Wir wissen es. Aber wir sagen es nicht, wir sind ja nicht blöd.» Er sieht die Chancen auf ein Weiterkommen bei 50 Prozent und zollt der Erfahrung der Lions Respekt. Eldebrink stört sich nicht daran, wenn Emotionen ins Spiel kommen, «solange es kontrollierte Emotionen sind». Der Schwede wird sich vor allem seinen Leader Santala zur Brust nehmen. Der Finne ist gerade in Derbys schon des Öfteren als Hitzkopf aufgefallen und wird das erste Ziel allfälliger ZSC-Provokationen sein. Eldebrink sagt: «Ich erwarte von ihm, dass er den Fokus behält.» Rintanen kehrt zurück Die Flyers erfüllten in Genf mit dem 4:3 ihre Pflicht, zum Qualifikationssieg reichte es dennoch nicht mehr – diesen sicherte sich der HCD, der die letzten sieben Spiele alle gewann, mit der neuen Rekordpunktzahl von 113. Bei ihrer Reise nach Genf hatten die Klotener ohnehin vor allem ein Ziel: Dass alle Spieler gesund nach Hause kommen – es gelang nur halbwegs. Mit Lemm, Jenni, Hollenstein, Steiner und Winkler fiel schon ein ganzer Block aus, und in der 48. Minute blieb Félicien Du Bois nach einem Check liegen. Der Verteidiger erlitt einen Cut über dem rechten Auge und wurde nicht mehr eingesetzt. Immerhin versicherte Du Bois nach dem Spiel, dass er im Playoff wieder dabei ist. Das Gleiche gilt für Winkler und den gestern überzähligen Kimmo Rintanen. Trainer Eldebrink hat bereits entschieden, welche Ausländer am Samstag spielen. Neben Santala, Du Pont und Rintanen dürfte der Kanadier Bell, der in Genf sein 16. Tor erzielte, zum Zuge kommen. Spieltelegramme Seite 47 Klotens Doppeltorschütze Simon Bodenmann gelingt gegen Servette-Goalie Stephan das späte 4:3 – es bringt den Flyers im 50. Spiel den 38. Sieg.Foto: Dominic Favre (Keystone)

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