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«Campus» ist wieder ein Thema

Schon im Juni stimmen die Zumiker möglicherweise erneut über die Zukunft ihrer Schulhäuser ab.

Von Anna Moser Zumikon – Nach aussen hin ist es um die Schule Zumikon ruhig geworden. Hinter den Kulissen aber läuft die Schulraumplanung auf Hochtouren: Das Projekt für einen Campus Farlifang, auf dem von Mittagstisch bis Musikunterricht alle Zweige der Schule untergebracht wären, ist wieder im Aufwind. Die Schulpflege führt Verhandlungen mit zwei Privatschulen, die interessiert sind, das Schulhaus Juch im Baurecht zu übernehmen. Gleiche Pläne bestanden bis vor einem Jahr mit der privaten Lakeside School aus Küsnacht. Sie wurden jedoch hinfällig, nachdem der Gemeinderat das «Milchhüttli» kurzfristig unter Denkmalschutz gestellt hatte. Ein Abriss des Gebäudes am Rand des Schulareals Farlifang, wie ihn das Neubauprojekt vorsah, kam nicht mehr infrage. Damit war auch die Abgabe des «Juch» im Baurecht vorerst vom Tisch. Vertrag bis Anfang April Über die zwei Privatschulen, mit denen seit Anfang Jahr verhandelt wird, will Schulpräsident Andreas Hugi nichts verraten. Beide wüssten jedoch, dass ein Mitbewerber im Rennen sei. Hugi spricht von einer «sehr glücklichen Ausgangslage» für Zumikon: Ein Baurechtsvertrag mit einer der beiden Schulen ist offenbar realistisch. Die Behörde wolle jetzt «schnell vorwärtsmachen» und wenn möglich bis Anfang April zum Vertragsabschluss kommen. Falls das gelingt, könnten die Zumiker an der Gemeindeversammlung vom 28. Juni über die Abgabe des Schulhauses Juch abstimmen. Der Baurechtsvertrag würde jenem gleichen, der für die Lakeside School geplant war – also 10 Millionen plus jährliche Zinsen von über 300 000 Franken in die Kasse der Zumiker Schule spülen. «Wir haben immer gesagt, dass der Campus Farlifang nur mit einer solchen Lösung finanzierbar ist», sagt Hugi. Zwei Standorte als «Back-up» Nicht umsonst treibt die Schulpflege auch die zweite mögliche Lösung voran: eine Weiterführung des Schulbetriebs an den zwei Standorten Juch und Farlifang. Seit Anfang Februar liegt der Behörde eine Machbarkeitsstudie vor, die sie in Auftrag gegeben hat. Darin ist laut Hugi die Rede von den Kosten, der zeitlichen Staffelung von Renovationsarbeiten und den nötigen Provisorien. «Würde der Baurechtsvertrag Juch von der Stimmbevölkerung abgelehnt, sähen wir dies als politischen Auftrag, die Zweistandortelösung umzusetzen.» Für Hugi steht jedoch fest, dass das Schulzentrum Farlifang die bessere Lösung für Zumikon wäre: «Zwei Standorte von der Qualität zu führen, die wir anstreben, käme teurer.» Apropos teuer: Alle laufenden Abklärungen werden finanziert aus einem Projektierungskredit von 1,5 Millionen Franken, den die Gemeindeversammlung 2008 für ein Schulzentrum Farlifang bewilligt hatte. Das betrifft auch die Baupläne für den Zumiker «Campus», die fixfertig überarbeitet in der Schublade der Architekten liegen – diesmal inklusive Milchhütte.

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