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Busse in Wädenswil sind mit Studenten überfüllt

Die Zürcher Hochschule bringt immer mehr Studenten in die Stadt. Dadurch stossen die Betreiber der Zimmerberg-Busse an ihre Kapazitätsgrenzen.

Nicht nur in Wädenswil wird es eng in den öffentlichen Bussen. Auch die Hauptlinien 140 von Thalwil nach Gattikon/Langnau und 145 von Thalwil nach Horgen werden immer voller. Auf beiden Linien setzen die Betreiber der Zimmerberg-Busse deshalb seit dem 13. Dezember Gelenkbusse ein. Das steigert zwar den Komfort für die Fahrgäste, ändert aber nichts daran, dass es trotzdem noch zu Verspätungen kommt.(sim) Von Simona Pfister Wädenswil – Seit Wochenbeginn sind die Zimmerberg-Busse in Wädenswil wieder voll, zum Teil sogar übervoll. Der Grund: Die Studenten der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) sind zurück aus den Ferien. Vor allem die Buslinien 125 und 126, die vom Bahnhof zu den Schulgeländen Reidbach und Grüntal fahren, sind vom Ansturm der Studierenden betroffen. Die Folgen sind nicht nur ungemütliche Fahrten mit fehlenden Sitzplätzen, sondern auch Verspätungen. Bei einer Studentenzahl von gut 1000 verwundert das nicht. Dem Busbetrieb sei das Problem in Wädenswil bewusst, sagt Marcel Geser, Leiter des Zimmerberg-Busses und zuständig für die Angebotsplanung. «Alle Studenten wollen morgens und abends gleichzeitig auf die öffentlichen Verkehrsmittel. Da sind Engpässe vorprogrammiert.» Bereits seit mehreren Jahren verkehren deshalb morgens spezielle Direktbusse vom Bahnhof zu den beiden Schulgebäuden. Doch diese Massnahmen reichen nicht mehr aus. Auf der Linie 126 zum Campus Grüntal setzen die Busbetriebe seit Mitte Dezember einen Gelenkbus ein, der mehr Fahrgäste transportieren kann. Auch die Strecke des 125ers zum anderen Schulgelände muss zusätzlich entlastet werden. Dort fahren jetzt auch abends direkte Shuttle-Busse. «Wir haben gesehen, dass die Linie 125 am Abend an ihre Kapazitätsgrenzen stösst», sagt Geser. «Wenn alle Studenten gleichzeitig Unterrichtsschluss haben, kommen wir mit den üblichen vier Fahrten pro Stunde nicht mehr nach.» Deshalb bieten die Zimmerberg-Busse seit Anfang Woche nun zwischen 16.30 und 18 Uhr drei Direktfahrten vom Campus Reidbach zur Bahnstation an. Im Moment laufe das gut, und die Busse verkehrten pünktlich, sagt Geser. Er habe die Linie kürzlich selbst getestet. Trotzdem seien Verspätungen nicht auszuschliessen. «Auf Sitzplätze kann man in den Stosszeiten zumindest sicher nicht hoffen.» Eine Besserung ist kaum in Sicht, denn die Schulleitung der ZHAW erwartet in nächster Zeit einen weiteren Zuwachs bei den Studentenzahlen. Schon in den letzten Jahren verzeichnete Wädenswil laufend mehr Studenten. «Wädenswil wird zu einer Studentenstadt», sagt Geser. Doch ein weiteres Fahrzeug kann der Zimmerberg-Busbetrieb im Moment nicht beschaffen. Denn die aktuelle Busflotte ist noch jung, und Wagen müssen mindestens 14 Jahre in Betrieb sein, bevor sie verkauft werden können. Für eine komplette Neuanschaffung samt neuer Chauffeurstelle fehlt aber schlicht das Geld. Die Massnahmen von Betreiberseite sind mit den Gelenkbussen und Spezialfahrten also vorerst ausgeschöpft. Erst im Jahr 2014 könnte es zu einer Besserung kommen: Wenn sich wegen der Zürcher Durchmesserlinie die Abfahrtszeiten der Züge ändern, wird auch das gesamte Konzept der Zimmerberg-Busse umstrukturiert. Lösungssuche im Dialog Bis dahin versucht man, sich durch Absprachen mit den Schulen zu helfen. Bereits vor einigen Jahren überzeugten die Betreiber des Zimmerberg-Busses die Berufsschule in der Au, dass sie ihre Unterrichtszeiten um zehn Minuten verschiebt. Die öffentlichen Busse werden so während der Stosszeiten entlastet. Dies wäre an der ZHAW alleine wegen ihres Umfangs nicht möglich, sagt Mediensprecherin Birgit Camenisch. Man sei sich aber durchaus bewusst, dass die Studierenden die lokalen Busbetriebe stark belasten. «Wir versuchen, uns deshalb ständig mit den Betreibern des Zimmerberg-Busses abzusprechen.» Bereits in der kommenden Woche findet die nächste Sitzung statt. Die Leitung der ZHAW wird darin mit den Busbetrieben die neusten Studentenzahlen besprechen. Und Lösungen für die überfüllten Busse suchen.

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