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Buchser Schulmodell erhält Preis

Die Pädagogische Hochschule Zürich verleiht der Sek Petermoos einen Preis für ihre Lernlandschaften – und empfiehlt diese damit zur Nachahmung.

VonAnna Bérard Buchs – «Zu meiner Zeit war alles anders an der Sek. Erzähl mir, wie das Schulleben heute funktioniert.» Karin Sutter ist Regisseurin und dreht im Auftrag der Pädagogischen Hochschule Zürich (PHZH) ein Porträt über die Sekundarschule Petermoos. Ihr gegenüber sitzt Gina Egloff. Die 2.-Sek-Schülerin blickt kurz in die Kamera, lächelt und erzählt dann von den Lernlandschaften an ihrer Schule: vom selbstständigen Arbeiten in den Lernateliers, von den Input-Lektionen, wie die Schulstunden im Petermoos genannt werden, und von den Coaching-Gesprächen mit den Klassenlehrerinnen und -lehrern. «Super, das wärs», beendet die Regisseurin das Interview und bittet die nächste Schülerin vor die Kamera. Die Schule Petermoos hat beim Projekt «Schulen lernen von Schulen» der PHZH teilgenommen und erhält jetzt mit ihrem neuen Schulmodell der Lernlandschaften eine Auszeichnung. Der Film von Sutter über die Schule wird an der Preisverleihung im Kunsthaus Zürich gezeigt. In Buchs werden die Sekschüler seit 2009 in Lernlandschaften unterrichtet: sie erhalten herkömmliche Lektionen in kleinen Gruppen und arbeiten daneben selbstständig an ihren «Aufträgen» in Lernateliers. Sek-A- und Sek-B-Schüler arbeiten meist gemischt. Die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer übernehmen dabei die Funktion von Coaches. Sie stellen für jeden Schüler einen individuellen Lernplan zusammen und begleiten ihn mit regelmässigen Einzelgesprächen. Bis zum Sommer 2011 soll das Modell der Lernlandschaften bei allen Jahrgängen eingeführt werden. Nicht nur die PHZH stellt dem Schulmodell mit Lernlandschaften ein gutes Zeugnis aus. Auch Schülerin Gina sieht Vorteile: «Ich finds cool, weil ich entscheiden kann, wann ich Mathe lerne.» Der jährlich verliehene Preis soll zur Nachahmung von guten Ideen ermuntern und den fortschrittlichen Schulen auch zu mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung verhelfen. Am 26. Januar werden die Preisträger vorgestellt. Die Siegerprojekte erhalten ein Preisgeld zwischen 10 000 und 40 000 Franken.

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