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Bremst Wettbewerb oder Einheitskasse den Prämienanstieg?

Krankenkasse Hohe Prämien zwingen Burkhalter zu Neubeginn, TA vom 2. 10. Einheitskasse wäre günstiger. Alle Jahre wieder steigen die Krankenkassenprämien. Gemäss dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) sind an diesen markanten Prämienerhöhungen unter anderem auch die Krankenversicherer mitschuldig. Mit «ausgeklügelten» Marketing- und Akquisitionsmassnahmen (Risikoselektionen, Prämienrabatte usw.) haben sie in der Vergangenheit alles unternommen, um junge, möglichst gesunde Kunden für einen Kassenwechsel zu gewinnen. Mit massiven überdurchschnittlichen Prämienaufschlägen werden nun diese Neukunden zur Kasse gebeten. Sind solche Strategien überhaupt noch vereinbar mit dem ursprünglichen Gedankengut der Solidarität? Selbst Befürworter einer liberalen Marktwirtschaft kommen je länger, je mehr zur Ansicht, dass der freie Markt und der Wettbewerb im Gesundheits- und Krankenwesen in der Vergangenheit versagt haben. Franz Steinegger, langjähriger Präsident der FDP Schweiz und Präsident der Suva, hat bereits gegen Ende des letzten Jahres in einem Interview im «Tages-Anzeiger» für die Grundversicherung eine Einheitskasse nach dem Vorbild der Suva empfohlen. Joseph Zosso, Schmitten FR Gutes Gesundheitssystem. Vor einer Woche wurde bekannt, dass die Prämien der Grundversicherung für das Jahr 2011 um durchschnittlich 6,5 Prozent angehoben werden. Die Prämien von jungen Erwachsenen steigen am meisten. Davon bin ich als junge Studentin stark betroffen. Sofort erfolgt die Schuldzuweisung an die Krankenkassen. Doch bei genauerer Betrachtung der Thematik wird klar, welches die wirklichen Gründe für diesen erneuten Kostenanstieg sind. Die Schweiz hat eines der besten Gesundheitssysteme weltweit, und Qualität hat ihren Preis. Das Angebot an Leistungen für die Prämienzahler wird laufend ausgebaut. Dies führt dazu, dass die Kosten ständig steigen. Steigende Kosten bewirken den Anstieg der Prämien. Die Krankenkassen setzen sich aktiv für die Eindämmung der Kosten- und Prämienerhöhung ein. Jeder kann seine Krankenkasse frei wählen. Dies spornt die Versicherer an, für ihre Versicherten das Beste zu leisten. Niemand zahlt gerne höhere Prämien. Es ist jedoch notwendig, damit wir auch in Zukunft ein ausgezeichnetes Gesundheitssystem in der Schweiz haben. Davon profitiert letztlich jeder. Bettina Thalmann, Wilen Generika-Gebühr. Alle beklagen sich über die hohen Gesundheitskosten und die ständig steigenden Krankenkassenprämien. Als eine Massnahme, um die Medikamentenkosten zu senken, wurde vor einiger Zeit beschlossen, dass überall, wo Generika mit gleichem Wirkstoff erhältlich sind, solche vom Kassen-Patienten zu akzeptieren sind oder aber von der Krankenkasse statt der Kostenbeteiligung von 10 Prozent eine solche von 20 Prozent abgerechnet wird. Nur wenn der verschreibende Arzt, nach entsprechender Nachfrage und Begründung, auf dem Originalpräparat besteht, wird eine Ausnahme gemacht. Und da den Ärzten nicht zugemutet werden soll, vor dem Erstellen eines Rezepts nach vorhandenen Generika nachzuschlagen, wurden die Apotheken verpflichtet, im entsprechenden Fall den Patienten zu informieren, damit dieser den Entscheid selber fällt oder seinen Arzt konsultiert. Neu ist nun aber, dass den Apotheken für den Hinweis auf Generika, zu dem sie verpflichtet sind, und der verhindern soll, dass dem Patienten durch die Krankenkasse eine höhere Selbstbeteiligung in Rechnung gestellt werden muss, ein Drittel der Preisdifferenz zwischen Originalpräparat und Generikum bezahlt wird. Dies, weil sie durch die Empfehlung des Generikums eine Verdiensteinbusse erleiden und daher «bestraft» würden. Diese Entschädigung wird zusätzlich zum Medikamenten-Check erhoben, der ja eine solche Leistung gerade entschädigen müsste. Wer hat diese Schlaumeierei, von der wahrscheinlich die wenigsten Kunden überhaupt etwas wissen, zu verantworten? Werner Schneider, Regensdorf «Die Schweiz hat eines der besten Gesundheitssysteme weltweit, undQualität hat ihren Preis.»

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