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Blues ’n’ Jazz wird stetig teurer

Ein Zweitagespass kostet heuer 90 Franken. 2007 mussten die Besucher des Rapperswil-Joner Musikfestes lediglich 30 Franken bezahlen. Die Veranstalter sind sicher: «Die Schmerzgrenze ist noch nicht erreicht.»

Von Michael Grimm Zollikon/Rapperswil-Jona – Das Vergnügen, in Rapperswil-Jona vor imposanter Kulisse internationale Jazzkünstler live zu erleben, wird teurer. Damit setzt sich eine Entwicklung fort, die Liebhabern des Rapperswil-Joner Blues-’n’-Jazz-Festivals erstmals vor drei Jahren auffiel: Kostete 2007 eine Tageskarte für den Anlass noch 20 Franken, war sie ein Jahr später schon doppelt so teuer. Und seit letztem Jahr bezahlen die Besucher dafür 50 Franken. Ähnlich sieht es bei Tickets aus, die sowohl am Freitag wie auch am Samstag gültig sind. Sie kosten inzwischen 90 Franken, also 10 Franken mehr als im Vorjahr. Damit sind sie dreimal teurer als noch 2007. Immerhin: Im kommenden Jahr will der Veranstalter eine weitere Erhöhung vermeiden. Steigende Unkosten Die Verteuerung ist nicht im Sinne der Organisatoren. «Steigende Preise sind per se unattraktiv und somit unerwünscht», sagt Marc Lindegger Sprecher der Carré Event AG in Zollikon. Andere Möglichkeiten sieht er aber nicht. Um sicher zu sein, dass genügend Leute am kommenden Wochenende zum Musikgenuss nach Rapperswil-Jona kommen, braucht es ein breites Angebot. Zwei bis drei besonders grosse Namen sind ein Muss. Über deren teilweise stolze Gagen will Lindegger keine Auskunft geben. Er bestätigt aber, dass sie einen beachtlichen Teil der gesamten Aufwände ausmachen.Doch nicht nur die Musiker kassieren immer mehr. Auch das Drumherum werde von Jahr zu Jahr teurer. Sei es die Bühnentechnik, der Strom oder die Sicherheit. Zudem wurde das Angebot der im Ticket inbegriffenen Anreise mit dem öffentlichen Verkehr stark ausgebaut – was zu weiteren Mehrkosten führte. Mediensprecher Lindegger sagt: «Will man Professionalität, muss man auch die Kosten in Kauf nehmen.» Und sicher gehe es nicht darum, sich mit der seit 1998 bestehenden Veranstaltung eine goldene Nase zu verdienen. Wenn immer möglich, würden die Preise nicht angehoben. Das oberste Ziel bleibe aber, im Folgejahr erneut ein Festival auf die Beine stellen zu können. Ein bisschen Hilfe leistet die Stadt Rapperswil-Jona mit einem Sponsorbeitrag von 20 000 Franken und Dienstleistungen der Werke im Wert von 17 000 Franken. Bei einem Defizit, zum Beispiel wegen schlechten Wetters, kann der Veranstalter aber keine Unterstützung erwarten.Von Freitag bis Sonntag erwarten die Zolliker Organisatoren rund 30 000 Besucher. Der Ticketverkauf läuft bereits seit Anfang Monat. Das Interesse am Blues ’n’ Jazz ist laut Mediensprecher heuer grösser als in den vergangenen Jahren. Dies obwohl die Billette im Vorverkauf mehr kosten als an der Abendkasse. Besonders der teurere Zweitagespass verkaufe sich gut. Für Lindegger ist dies die Bestätigung, dass die Schmerzgrenze beim Preis noch nicht erreicht ist. Einen grossen Teil der Unkosten machen die Gagen der Musiker des Rapperswil-Joner Musikfestivals aus. Foto: Manuela Matt (Archiv)

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