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Blocher ringt mit Kandidatur

Möchte Christoph Blocher zurück in den Nationalrat? Am 1.?August liess er diese Frage variantenreich offen. Aber er will «nicht Gott versuchen».

Von Edgar Schuler Zürich – Alt-Bundesrat und SVP-Chefstratege Christoph Blocher hat gestern über die Sonntagspresse widersprüchliche Signale über seine Absichten für eine Rückkehr in den Nationalrat verbreiten lassen. «Blocher wills nochmals wissen», will die «SonntagsZeitung» wissen. Sie titelte auf der Frontseite affirmativ: «Blocher will in den Nationalrat». Im Text wird der SVP-Politiker aus Herrliberg dann mit etwas weniger bestimmten Worten zitiert: «Ich überlege mir sehr ernsthaft, nochmals für den Nationalrat zu kandidieren.» Denn die Diskussion um einen EU-Beitritt mache eine Kandidatur auf der Zürcher SVP-Liste im kommenden Jahr «immer nötiger». Das Sonntagsblatt gibt im Kleingedruckten dann zu, der 69-Jährige wolle sich «öffentlich nicht definitiv festlegen». Im Interview mit dem «Sonntag», der Sonntagszeitung im Verlag der «Aargauer Zeitung», gibt sich Blocher noch nachdenklicher. Als Nationalrat müsste er «wieder viele langweilige Sitzungen» über sich ergehen lassen. Und: «Zudem bin ich bald 70 und weiss nicht, ob das gesundheitlich noch möglich ist.» Der Frühaufsteher aus Herrliberg bezeichnet sich zwar als «kerngesund». Er gibt aber zu bedenken: «Mit 70 ist man gesundheitlich anfälliger. Ich will nicht Gott versuchen.» Ein Blocher-Thinktank? Als Alternative zu einer Nationalratskandidatur kann sich Blocher die Gründung eines Thinktanks vorstellen, der einem EU-Beitritt kritisch gegenübersteht. Diese Denkfabrik soll EU- und EWR-skeptischen Intellektuellen eine Plattform geben, sagte er dem «Sonntag». Gefragt, ob er seine Millionen dafür einsetzen will, antwortete er, für eine klare Antwort sei es noch zu früh: «Es sind ja erst Ideen.»

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