Zum Hauptinhalt springen

Bis auf den letzten Rappen

Steuerrabatte für Expats Der Unmut über Steuerprivilegien für ausländische Manager steigt, TA vom 20. 5. Ungerechte Politik. Was sind wir Schweizer doch für Dummköpfe! Gut bezahlte, ausländische Manager dürfen die Kosten für ihre teuren Wohnungen bei den Steuern abziehen. Wir einheimischen Rentner, die wir jahrelang für eine eigene Wohnung oder ein Häuschen gespart haben, werden mit einem immer höheren, fiktiven Einkommen (Eigenmietwert) zur Kasse gebeten. Von weniger gut betuchten Immigranten wird verlangt, dass sie sich bemühen eine Landessprache zu lernen. Expats können die teuren englischsprachigen Privatschulen ihrer Kinder von den Steuern abziehen. Nur die allergrössten Kälber wählen ihre Metzger selber. Daran sollten wir uns bei den kommenden Wahlen erinnern. Rolf P. Hänni, Zürich Raschmöglich korrigieren. In einem demokratischen Rechtsstaat hat jeder Einwohner für die Inanspruchnahme von Infrastruktur und öffentlichen Einrichtungen des Gemeinwesens (Gemeinde, Kanton, Bund) seinem Einkommen (Veranlagung) entsprechend Steuern zu bezahlen. Es geht doch nicht an, dass Ausländer (in diesem Fall EU-Bürger) in Massen in die Schweiz kommen, oft jahrzehntelang hier ihren Lebensunterhalt verdienen und während dieser Zeit steuerlich massiv geschont werden, während Schweizerinnen und Schweizer den letzten Rappen versteuern müssen. Selbst Einwohner (Schweizer), die am Rande des Existenzminimums oder sogar darunter «dahinvegetieren», werden zur Kasse gebeten. Auch sie geniessen keine Privilegien, obschon sie diese weit nötiger hätten als die Spitzenverdiener. Die Sonderregelung des ehemaligen Finanzministers Kaspar Villiger ist im Hinblick auf die inzwischen eingeführte Personenfreizügigkeit absolut fehl am Platz. Eine derartige Bevorzugung kann überdies auch zur Folge haben, dass einheimische Spitzenkräfte bei Lohnverhandlungen unter Druck gesetzt werden. Das im Zusammenhang mit der Personenfreizügigkeit im EU-Raum immer wieder betonte Prinzip der gleich langen Spiesse wird auf diese Wese ausgehebelt. Richtig ist daher, dass Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf hier die gesetzlichen Gegebenheiten klären lässt und anschliessend allenfalls die möglichen Korrekturen rasch vornimmt. Franz J. Ziegler, Kloten

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch