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Billettverkauf im Zug Das Jammern der Kunden, TA vom 20. 6.

Billettverkauf im Zug Das Jammern der Kunden, TA vom 20. 6. Störenfried statt Kunde. TA-Redaktor René Staubli macht es sich ein bisschen gar einfach, wenn er die SBB in Schutz nimmt. Nie zuvor war die Gesellschaft so altenfeindlich wie heute. Nicht jedermann hat einen Computer zu Hause und schon gar nicht ein Smartphone. Ich bin Unternehmer und will und muss mich täglich um meine Kundschaft kümmern. Es wäre schön, wenn dies bei den SBB genauso laufen würde, aber ich fühle mich sehr oft nicht als Kunde, sondern als Störenfried. Ich fahre häufig ins Tessin und erlebe es auf 60 Prozent der Fahrten, dass von Zürich bis Bellinzona kein Kondukteur auftaucht. Die SBB beklagen sich, dass damit die Schwarzfahrer ermutigt würden, gleichzeitig behaupten sie, dass das Lösen von Billetten im Zug nur sehr selten beansprucht werde. Was stimmt nun? Wenn es so selten geschieht, warum wird der Service dann nicht aufrechterhalten? Und dass auf einer solchen Touristenstrecke vielleicht ein Fahrgast einmal eine Frage hätte . . . auch das interessiert die SBB wahrscheinlich kaum. Ich bin überzeugt, sobald das Bussensystem auf den Fernzügen eingeführt ist, werden die Kondukteure sofort wieder in Erscheinung treten, denn dann lässt sich mit Kontrollen zusätzliches Geld verdienen. Ernst Hutter, Eglisau Vorbereitung der Privatisierung? Mit Erstaunen habe ich die Meinung von Herrn Staubli gelesen. Ich weiss nicht, wie oft er schon Zug gefahren ist. Ich jedenfalls fahre fast täglich. Und mir ist es schon mehrmals passiert, dass ich in den falschen Zug eingestiegen bin, oder dass ich, wenn der Zug sehr voll war, in die 1. Klasse wechselte. All dies soll neu nur noch mit einem grossen Aufpreis oder gar einer Busse möglich sein. Ich habe es jedenfalls sehr geschätzt, dass ich in den meisten Zügen noch ein Billett kaufen konnte. Tatsache ist, dass dies ein weiterer Leistungsabbau ist und dass die Billette immer teurer werden. Das Problem ist der neue Chef, Andreas Meyer. Er kam von der Deutschen Bahn, die ja privatisiert werden soll. Und Meyer bereitet scheinbar die Privatisierung der SBB vor. Leistungen abbauen, Löhne senken, Unterhaltskosten senken und dafür immer höhere Preise für die Kunden verlangen. Wollen wir bei den SBB was verbessern, muss Meyer weg! Mario Gsell, Kaltbach

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