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Baustellendiebe nehmen alles mit

Von privaten Handys bis hin zu ganzen Baggern wird auf Baustellen fast alles gestohlen – das macht die Baufirmen erfinderisch.

Von Fabian Boller Immer häufiger machen Diebe auf Baustellen lange Finger. Vor einigen Tagen schlugen Unbekannte am Bülacher Unterweg zu. Wenige Monate zuvor verschwanden in Wallisellen über Nacht Baumaschinen im Wert von mehreren Zehntausend Franken. 2006 hob die Polizei gar eine international tätige Bande aus, die vom Furttal aus operierte. In 61 Einbruchdiebstählen erbeuteten die fünf Täter aus Mazedonien Kettensägen, Schlagbohrer, Kompressoren, Vibraplatten und weitere Geräte im Gesamtwert von 1,4 Millionen Franken. Das Diebesgut verschacherten sie in ihrem Heimatland. Allein dem Bauriesen Implenia mit Sitz in Dietlikon entsteht jährlich ein Schaden von rund 180 000 Franken. «Es wird alles geklaut, was nicht eingeschlossen werden kann – Maschinen, Baumaterialien und hin und wieder sogar private Handys, Fotokameras oder Laptops von Bauarbeitern», sagt Mediensprecher Philipp Bircher. Dass das eigene Personal stehle, sei hingegen selten. Laut Kantonspolizei handelt es sich bei den Baustellendieben um Einzeltäter, die sich für den Hausgebrauch eindecken. Es komme aber auch vor, dass Ganoven sich auf Baustellen das Einbruchswerkzeug für spätere Delikte beschafften. Viele Baufirmen sind inzwischen dazu übergegangen, anstelle einer Baubaracke einen abschliessbaren Frachtcontainer als Lagerstätte zu verwenden. Ein solcher ist viel schwieriger zu knacken. Eine etwas ungewöhnliche Methode besteht darin, wertvolles Gerät oder Material über Nacht an einem Kran in luftiger Höhe zu «parkieren». Ebenfalls wirksam ist das dauerhafte Ausleuchten des Areals oder der Einsatz von Bewegungsmeldern.

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