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Bassersdorf vor Steuererhöhung

Der Gemeinderat schlägt einen um 5 Prozent höheren Steuerfuss vor. Trotzdem droht Bassersdorf im Jahr 2011 ein hohes Defizit.

Von Fahrettin Calislar Bassersdorf – Der Gemeinderat von Bassersdorf möchte sich von der Gemeindeversammlung am 9. Dezember eine Steuerfusserhöhung von 5 Prozent genehmigen lassen. Der Steuerfuss soll neu 104 statt wie bisher 99 Prozent betragen. «Wir haben immer gesagt, wir kommen nicht darum herum, diesen Schritt zu machen. Doch erst dann, wenn es nicht anders geht», sagt der zuständige Gemeinderat Mario Peverelli. Die Erhöhung war absehbar, da der Gemeinderat und die Rechnungsprüfungskommission schon letztes Jahr mit einem höheren Steuerfuss gerechnet hatten. Die Gemeindeversammlung hatte den Antrag mit Hinweis auf ein höheres Sparpotenzial abgelehnt. Damals betrug die beantragte Steigerung nur 3 Prozent. Den angesichts der schwachen Steuerkraft tiefen Wert von 99 Prozent hat Bassersdorf seit 2005. Damals wurde der Steuerfuss in zwei Schritten von 108 auf unter 100 Prozent gesenkt. Die Gegenbewegung soll ein einmaliger Schritt sein. «Es ist natürlich nicht unser Ziel, nun jedes Jahr den Steuerfuss zu erhöhen. Doch das hängt schliesslich von den Begehrlichkeiten der Bevölkerung ab», so Peverelli. Hoher Investitionsbedarf Zwei Baustellen nennt Peverelli bei den Gemeindefinanzen: die laufenden Kosten und bereits getätigte sowie zukünftige Investitionen. Der Aufwand ist wegen des starken Wachstums der Gemeinde gestiegen. Die Bedürfnisse der Bevölkerung hätten sich gewandelt, und die Anforderungen an die Infrastruktur seien gestiegen. So erhöhen sich die Ausgaben von 52 Millionen (2008) auf 60 Millionen (2011) Franken. Seit 2005 rechnet der Gemeinderat mit Defiziten von je rund 5 Millionen. 2011 soll das Minus 5,6 Millionen Franken betragen. Das Defizit führt der Gemeinderat auf hohe Abschreibungen und Zinsen wegen Investitionen zurück. Vorgesehen sind Bauvorhaben für rund 11 Millionen Franken. Darunter fallen das neue Zentrumsprojekt, der Neubau einer Stichstrasse im Industriegebiet und höhere Ausgaben für die Werterhaltung bestehender Bauten. Zudem erwartet die Exekutive weniger Einnahmen und höhere Beiträge im Bildungs- und Sozialbereich. Bis Massnahmen greifen, dauere es eine Weile, so Peverelli: «Die laufenden Kosten sind schwieriger zu beeinflussen, weil sie auf bereits gefällten Entscheiden basieren.» Bei Neuinvestitionen sei dies einfacher.

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