Zum Hauptinhalt springen

Bäumle: «Hätte jetzt reale Wahlchancen»Bäumle kommt ins Grübeln

Wahlk(r)ampf Martin Bäumle, grünliberaler Nationalrat, wollte vor einem halben Jahr von einer Regierungsratskandidatur nichts wissen. Er rechnete sich damals wenig Chancen aus und wollte lieber sein Haus «energetisch sanieren». «Ich will mich auf den nationalen Wahlkampf konzentrieren», begründete er im TA seinen Rückzug. Inzwischen tönt es etwas anders. «Ich komme schon etwas ins Grübeln», sagte Bäumle gestern. Der Rechenkünstler über seine Wahlchancen: «Die wären real.» Er meint sogar, er würde derzeit eine gute Figur machen, weil die Energiepolitik und insbesondere die AKW-Frage seine Schlüsselthemen seien. Seinen Verzicht bedauert er dennoch nicht. Bäumle findet, dass er für die Partei mehr erreiche, wenn er nicht kandidiere. Zudem habe er gar keine Zeit für einen Wahlkampf.(sch) * Auf Stimmenfang ist dafürThomas Heiniger (FDP). Und wie: Er versucht seine Botschaften auf allen Kanälen unters Wahlvolk zu bringen – etwa, indem er seit einigen Monaten twittert. Dumm nur, dass niemand das Internet-Gezwitscher des Zürcher Gesundheitsministers hören will. Oder fast niemand. Nur 33 Leute haben seine Kurzmitteilungen abonniert. Diese bestehen zumeist aus Sätzen wie «I posted 2?photos on Facebook in the album‹FDP-Standaktion in Wädenswil vom 19.?März›» oder «Ich habe 2 Fotos im Album‹WintiMäss 28. November 2010› auf Facebook gepostet». Unter Heinigers «Followers» finden sich nebst ein paar Parteikollegen die Punk-BandElectronical Suicide, TeleZüri-ModeratorOliver Steffen oder seine eigeneGesundheitsdirektion. Was Heiniger doch beruhigen dürfte: Wenigstens die Untergebenen interessiert, was ihr Chef zu sagen hat.(pak) * 54 der 1720 Männer und Frauen, die sich um einen Kantonsratssitz bewerben, nutzen den Wahlkampf für eine Luftveränderung: Sie treten in einem anderen Wahlkreis an, als sie selber wohnen. Auf solche Auswärtsspiele verzichtenSP,FDP,Grüne undEVP. Die SVP schickt dagegen in Zürich einen Richter aus Thalwil ins Rennen, derweil dieCVP einen städtischen Sitz an einen Kaufmann von der Goldküste zu verschachern versucht. Spitzenreiter im Fremdgehen sind aber die Kleinparteien – darunter auch die bibeltreuen. So lässt dieEDU acht Leute aus ihren Hochburgen auswärts antreten. DieAL schickt linke Städter aufs Land, die dort mit hoher Wahrscheinlichkeit auf ortsfremdePiraten treffen. Nur schwer durchschaubar ist ein Manöver derBDP:Armin Abdili aus Winterthur steht auf der Dietiker Liste, in Winterthur gehen dafür ein Nürensdorfer, ein Dübendorfer und ein Gossauer an den Start.(pak)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch