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AtomenergieDie Energiefrage bleibt unbeantwortet,TA vom 19. März

AtomenergieDie Energiefrage bleibt unbeantwortet,TA vom 19. März Veraltete Zahlen zur CO2-Bilanz. Aufgrund der übereinstimmenden Zahlenwerte scheinen sich alle auf die Vattenfall-Studie der «Life Cycle Analysis» über den Forsmark-Reaktor von 2002 zu berufen. Doch diese Studie verwendet Annahmen, die heute längst nicht mehr gelten. Zur Uranförderung werden zunehmend härtere Gesteine geschürft, weil die weichen, kalkähnlichen Schichten erschöpft sind. Die Ausbeute an brauchbarem Uran wird zunehmend schlechter: von damals rund 3 kg U3O8 pro Tonne geschürftes Erz zu heute nur noch 0,5 kg oder weniger pro Tonne. Dieser Umstand verändert die CO2-Bilanz entscheidend schon bei der Schürfung, besonders aber bei Weiterverarbeitung und Anreicherung. Zudem bestehen ausser der genannten Vattenfall-Studie rund ein Dutzend Untersuchungen zum gleichen Thema, deren Ergebnisse um die Faktoren 6 bis 15 von Vattenfall abweichen. Brisant ist etwa die Storm/Smith-Studie von 2005. Sie zeigt, dass bei harten Erzen und einer Ausbeute von 0,5 kg pro Tonne Erz die CO2-Bilanz eines AKW erst nach 15 Betriebsjahren mit einem Gas-Heizkraftwerk gleichzieht. Sinkt die Ausbeute weiter auf etwa 0,15 kg pro Tonne, so ist das Gaskraftwerk auch für die CO2-Bilanz dauerhaft besser, für alle Zeiten, und ohne Atom-Risiko. Marco Bianchi, Uetikon am See Alternative Energie wird gebremst. Ich frage mich, was noch geschehen müsste, damit Herr Eisenhut seine Meinung ändern und den Ausstieg aus dieser hochriskanten Technik unterstützen würde. Die alternativen Technologien sind vorhanden und bieten Chancen für die heimische Wirtschaft. Tausende Gesuche für Fotovoltaikanlagen sind blockiert, weil die Nutzung der erneuerbaren Energien nur sehr zögerlich umgesetzt wird. Wenn diese Anlagen bewilligt werden, kann die Energie des AKW Mühleberg bereits ersetzt werden. Im Weiteren verhindern die Energieunternehmen und ihre Politiker in Bern griffige Massnahmen für die Förderung der Energieeffizienz, weil diese Unternehmen dann weniger Energie verkaufen könnten und damit weniger Gewinn erwirtschaften würden. Andy Vogt, Baden

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