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Anschauungsunterricht erwünscht

Nach zwei Kanterniederlagen am Swiss Open hätte Adeline Kilchenmann allen Grund dazu, Basel frustriert zu verlassen. Doch die Badmintonspielerin aus Adliswil tut es nicht.

Von Deborah Bucher, Basel Am Schluss machten Sabrina Angehrn/Adeline Kilchenmann primär dem Organisator einen Gefallen. Weil das Abenteuer beim Turnier der Golden-GP-Serie für die Doppelpaarung in der 1. Hauptrunde schon nach 18 Minuten ein jähes Ende genommen hatte, konnten die Basler Veranstalter etwas von ihrem Rückstand im Spielplan aufholen, den sie sich auch am zweiten Tag eingehandelt hatten. Derweil musste die im Sihltal wohnhafte Kilchenmann anerkennen, wie eklatant ihr Rückstand auf die weltbesten Badmintonspielerinnen ist und auch immer bleiben wird. Mit 11:21, 6:21 gegen Iris und Rena Wang fiel das Verdikt deutlich aus. Dabei sind die US-Schwestern erst 16 und 19 Jahre alt und noch ohne hochdekorierten Leistungsausweis. Der Auftritt tags zuvor in der Mixed-Qualifikation an der Seite ihres neuen Klubpartners in Genf, Wisnu Haryo Putro, war für Kilchenmann auf dem Papier ebenso ernüchternd: In 17 Minuten resultierten 19 Punkte, obschon das Tandem die Ballwechsel in die Länge ziehen konnte, dafür im Abschluss patzte. «Vor diesem Aufeinandertreffen mit zwei Koreanern nahm ich noch nie Mass an Gegnern, die von ausserhalb Europa stammen», relativiert die 27-Jährige. Solche Erfahrungen seien daher wertvoll. Kurz, aber hoffentlich nachhaltig Das Experiment im Frauendoppel – Kilchenmann spannte erstmals mit Lokalmatadorin Angehrn zusammen – scheiterte nebst der mangelnden Routine an der fehlenden Abstimmung und an zahlreichen Eigenfehlern. Die Nervosität will sie dafür nicht geltend machen. «Aber es waren die Umstände und die vielen Unbekannten, die uns so schlecht aussehen liessen», bilanziert die aus dem Waadtland stammende Agronomin. Eine wesentliche Parabel unter den nicht kalkulierbaren Faktoren war die Turnierumgebung. Die Schweizer Interclub-Meisterin 2008/09 mit Adliswil verweist auf eine «komplett andere Welt». Nachdem sie im Vorjahr für die Mixed-Konkurrenz angemeldet gewesen war, aber als Nummer 1 auf der Warteliste nicht zum Zug gekommen war, tauchte sie erstmals in diese ein. Obschon sie dabei einen schweren Stand hatte, möchte Kilchenmann nicht missen, was sie während der 35 Minuten auf dem Court erleben durfte. Es handelte sich dabei um Erkenntnisse, von denen sie ausschliesslich profitieren könne: «Sie schaffen im Training einen neuen Anreiz. Ich spiele erst seit zwölf Jahren Badminton, da bin ich dankbar für jede Verbesserungsmöglichkeit.» Adeline Kilchenmann (r.) möchte das in Basel Erlebte trotz klarer Niederlage im Doppel mit Sabrina Angehrn nicht missen.Foto: Kunz

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