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600 Frühstückseier wurden verzehrt

Ein Brunch mit 700 Gästen auf dem Hof der Familie Berger in der Wannwis in Maur. Schon Tage vor dem 1. August war er ausverkauft. Der Anlass wurde generalstabsmässig organisiert.

Elisabeth Bitterli Maur – Am Freitagmorgen früh schon, als noch Regen fiel, arbeiteten auf dem Hof von Nicole und Felix Berger oberhalb von Maur zahlreiche Helferinnen und Helfer am Aufbau der notwendigen Infrastruktur für die gegen 700 angemeldeten Brunch-Gäste. Am Sonntagmorgen musste pünktlich um neun Uhr alles bereit sein. Seit über zwölf Jahren bieten Bergers den 1.-Augustbrunch auf ihrem Hof an. Lief er in den ersten Jahren noch unter eigener Regie, so beteiligt sich seit zehn Jahren die Gemeinde Maur daran. Die gemeindeeigene 1.-Augustfeier stiess nämlich auf immer weniger Interesse bei der Bevölkerung. Als der Gemeinderat dann Familie Berger anfragte, ob man Bauernhofbrunch und Augustfeier zusammenlegen könnte, wurde der Versuch gewagt. Die Idee fand Anklang und wurde seither beibehalten. Die Gemeinde stellt einen Shuttlebus vom Dorf unten auf die Wannwies hinauf und zurück zur Verfügung. Speisung von 700 Menschen Dieses Jahr umrahmte die Brassband Maur die Feier, ein Festredner und ein kurzer Gottesdienst sowie Jodler oder ein Sängerchor gehören traditionell dazu. Die Gemeinde beteiligt sich an den Kosten, sonst hätten Bergers die immense Arbeit vor und nach der Veranstaltung nicht mehr auf sich genommen. Der Brunch kostet für Maurmerinnen und Maurmer dank dem Gemeindebeitrag statt 28 nur noch 13 Franken. Rentieren tue der Brunch trotzdem nicht. Nicole Berger sitzt einmal jährlich mit den andern Brunch anbietenden Familien zusammen, um herauszufinden, was deren Motivation ist. «Meist ist einfach der Hofladen der Grund. Man muss ihn bei der Bevölkerung bekannt machen, ihn in Erinnerung rufen. Jeder Hof ist auf die Direktvermarktung seiner Produkte angewiesen», sagt Berger. Einen anderen Grund gebe es nicht. Ein Blick über den Hof, den Schopf und die Umgebung zeigte zahlreiche, lange, mit Blumengestecken geschmückte Tischreihen mit Bänken auf beiden Seiten. «Inzwischen läuft alles reibungslos», erklärte Nicole Berger, «jede und jeder kennt die Arbeit. Das beginnt schon beim Aufbau und endet mit dem Aufräumen und Auswaschen des Schopfs. Das Aufräumen dauert jeweils eine ganze Woche.» Und was wird aufgetragen beim Brunch? 100 Kilogramm Brot und Zopf wurden am Samstag von verschiedenen Bäuerinnen gebacken. 600 Frühstückseier bereitgestellt, 77 Kilogramm Kartoffeln zu Rösti verarbeitet, acht Kilogramm Butter, 30 Kilogramm Käse, zwölf Sorten Konfitüre, ein riesiger Früchtekorb, Joghurt und Flöckli vom Birkenhof Uster, 18 Kilogramm Schinken werden bereitgestellt. Kaffee sei bei warmem Wetter nicht so gefragt, dafür Milchshakes, Schoggidrink, Ovo, Süssmost und Sirup. Das dem 1. August vorangegangene schlechte Wetter half Bergers: «Denn sonst hätte gedrescht werden müssen in dieser Woche, das wäre ein ziemlicher Stress gewesen», stellte Felix Berger fest. Der Jodlerclub Deheim aus Erlenbach vergnügte die Brunch-Besucher mit einem Ständchen. Foto: Christoph Kaminski

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