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3. Montag – One Step Beyond

3. Montag – One Step Beyond Mit Jasmine Morand, Ana Tajouiti, Simon Wehrli Musik: Nils Wogram, Barry Guy Tanz An jedem dritten Montag im Monat bringen TänzerInnen und MusikerInnen gemeinsam ein Programm auf die Bühne. Am Montagnachmittag treffen sich die Auserwählten und präsentieren am Abend ihre Arbeit. Was kommt, weiss niemand, aber alles ist möglich. Dieses Mal tanzen Jasmine Morand, Ana Tajouiti und Simon Wehrli. Dazu musizieren der Posaunist Nils Wogram und der Bassist Barry Guy. Mo Tanzhaus Zürich Chaostage Theater Plattform für Menschen, die einen 5- bis 10-minütigen Beitrag unter die Leute bringen wollen. Gefallen findet alles, was unterhaltsam ist: eine Rede halten, einen Text vorlesen, ein Instrument spielen, einen Song vortragen, einen Tanz vorführen, eine Performance inszenieren, einen Film zeigen, einen Powerpoint-Vortrag halten. Verkleidet erscheinen ist erwünscht. Fr Autonomer Beautysalon, labitzke-areal Le Comte Ory Von Gioachino Rossini Musikalische Leitung Muhai Tang Regie: Moshe Leiser und Patrice Caurier Mit Cecilia Bartoli, Rebeca Olvera, Liliane Nikiteanu, Javier Camarena, Oliver Widmer, Carlos Chausson Oper Wiederaufnahme. Der liebestolle Graf Ory will von der kriegsbedingten Abwesenheit vieler Ehemänner im Land profitieren und macht sich verkleidet an die Frauen heran. Die Regisseure Leiser und Caurier verlegen die erotische Handlung ins lustfeindliche Ambiente eines Dorfes in den 1960er-Jahren, wo die sexuelle Revolution bereits in der Luft liegt. Angeführt von Javier Camarena und Cecilia Bartoli, vereint der Abend erfahrene Rossini-Sänger wie Rebeca Olvera oder Carlos Chausson. Siehe «Meine Wahl»So Opernhaus Disabled Theatre Von Jérôme Bel Mit dem Theater Hora Theater Öffentlicher Durchlauf. Hora, das Theater von und mit Menschen mit Behinderung, arbeitet zurzeit mit dem zeitgenössischen Choreografen, eigensinnigen Tänzer und philosophischen Provokateur Jérôme Bel zusammen. Einblick in den aktuellen Stand dieses ungewöhnlichen künstlerischen Zusammentreffens können sich Interessierte bei den öffentlichen Durchläufen verschaffen. Platzzahl beschränkt. Do / Fr Casino-Saal Aussersihl Don Bucefalo Von Antonio Cagnoni Musikalische Leitung: Caspar Dechmann Regie: Marc von Reth Mit der Pocket Opera Company und Instrumentalisten des Chamber Aartists Orchestra Oper Aus dem Jahr 1847 stammt Cagnonis wenig bekannte Opera buffa namens «Don Bucefalo». Darin plant der Titelheld ein neues Opernprojekt und sucht dafür junge, frische Stimmen – und die dazugehörigen Sängerinnen. Das sorgt natürlich sofort für Verwirrungen und Schwierigkeiten vokaler, kompositorischer und zwischenmenschlicher Natur. Und natürlich für die Belustigung des Publikums. Eine Produktion der Pocket Opera Company mit Instrumentalisten des Chamber Aartists Orchestra. Do–Sa ZKO-Haus Tiefenbrunnen Dornröschen Von Peter Iljitsch Tschaikowsky Dirigent: Zsolt Hamar Choreografie: Mats Ek Orchester: Orchester der Oper Zürich Zürcher Ballett Tanz Der Choreograf Mats Ek überträgt die Geschichte der Prinzessin Aurora, die durch den Nadelstich aus der Realität flieht, auf eine heutige Sechzehnjährige, die in die Drogenabhängigkeit rutscht. Nicht alle Regieeinfälle sind überzeugend, und die einzelnen Teile kommen in dieser eigenwilligen Adaption nicht recht zusammen. Tiefsinn, Unterhaltung, vier umwerfend tanzende Feen und ein grossartiges Junkiepärchen (Aurora und die böse Fee) bietet Eks Inszenierung aber allemal. Sa / So Opernhaus Die Erfindung der Null Theater Eine Annäherung an den eigenwilligen Dichter Paul Valéry von und mit Erica Hänssler und Peter Doppelfeld. Mit grotesken Masken, liturgischen Gewändern, Musik und einem Narren. Do–So / Mi Theater Stok Faustrecht der Freiheit Nach einem Film von Rainer Werner Fassbinder Regie: Laura Koerfer Mit: Tabea Bettin, Philippe Graber, Katarina Romana Schröter, Alexander Seibt Theater Premiere. Franz Bieberkopf, eine Jahrmarktattraktion, kommt durch einen Lottogewinn an ein Vermögen, an neue Freunde und an einen neuen Liebhaber aus der Oberschicht. Als das Geld weg ist, ist es auch mit der Liebe vorbei. Laura Koerfer erzählt die Geschichte nach dem Film von Fassbinder mit Schauspielern und schillernden Persönlichkeiten aus Zürich. Um was es dabei genau geht? Fassbinder hat den Film einmal so umschrieben: Er drehe sich «um die Ausbeutbarkeit von Gefühlen, von wem auch immer sie ausgebeutet werden. Das endet nie. Das kannst du in immer neuen Variationen erzählen.» So / Di / Mi Theater Neumarkt Geschichten aus dem Wienerwald Von Ödön von Horváth Regie: Karin Henkel Mit Christian Baumbach, Matthias Bundschuh, Jean-Pierre Cornu, Fritz Fenne, Auriel Mathei u. a. Theater Premiere. In Ödön von Horváths bekanntestem Stück will eine junge Frau aus der kleinbürgerlichen Enge und Spiessigkeit ihrer Umgebung ausbrechen. Doch sie setzt auf den Falschen. Ihr Fall wird von ihrem Umfeld mit Schadenfreude und zweifelhaften Lebensklugheiten begleitet. Ein makaberes und lebensnahes Gesellschaftsdrama, das weit über seine Zeit hinausweist. Unter der Regie von Karin Henkel ist es nun in Zürich am Pfauen zu sehen. Sa / Di Pfauen Goethes «Faust» Mit Daniel Rohr und Silvester von Hösslin Theater Zwei Schauspieler und eine vierköpfige Band erzählen auf anarchische Weise mithilfe von bekannten Songs wie «I Can't Get No Satisfaction» oder «Knocking on Heaven's Door» die Geschichte von Faust, Mephisto und Gretchen. Denn Faust und Rock 'n' Roll teilen dasselbe Lebensgefühl. «Auch wenn klar ist, dass in Faust noch viel mehr steckt: Die Kühnheit der These gefällt!», befand Schweizer Radio DRS 2. «Das Ganze ist schnell, flott und mit viel Slapstick inszeniert. Der unerschrockene Zugriff auf den Klassiker macht Spass.» Do Theater Rigiblick Kapelle Eidg. Moos Mit Ruedi Häusermann, Herwig Ursin, Jan Ratschko Ländlermusiktheater Der Komponist und Regisseur Ruedi Häusermann und die Musiker und Schauspieler Herwig Ursin und Jan Ratschko widmen der, wie sie sagen, «echten Schweizer Ländlermusik» einen Abend. Experimentell gestimmt, geben die drei Herren alles – mit Pendeljodel, Kopflautsprecher, Juchzerautomat, Schellenstopfen. Zudem wird das Hörspiel «Die Reise ins Emmental» uraufgeführt und Kasi Geisser, allererster Spezialist und Schöpfer der Schweizer Volksmusik, beschworen. Mo Schauspielhaus Pfauen Kaspartout Theater Spalanzani Regie: Rodrigo Umseher Mit Rahel Wohlgensinger, Simon Engeli figurentheater Beim Theater Spalanzani stehen Puppenspiel und Schauspiel gleichberechtigt neben-einander. In dieser Inszenierung erlebt das Publikum eine Nacht, in der sich der Mann einer verstor- benen Puppenspielerin mit deren Kasper auseinandersetzt. Die Livemusik kommt von Simon Engeli. Do / Fr Theater Stadelhofen Leise rehe, wilde beeren Mit Raphael Urweider, Andres Lutz kunstperformance Andres Lutz ist die Hälfte des versponnenen Künstlerduos Lutz & Guggisberg, ein höchst bühnentauglicher Wortverfädler und gut im skurrilen Auftritt (was er eben im Theater Neumarkt im Stück «Ameisenreisen» bewies). Raphael Urweider wiederum ist Lyriker, Rapper, Regisseur und Musiker, hat u. a. mit der Theatertruppe 400asa Stücke entwickelt und macht sich wie Lutz nichts aus Genregrenzen. Die beiden treten im Voltaire das erste Mal zusammen auf, in welcher Form, wird sich weisen. Ihr bisheriges Schaffen verspricht Erfreuliches. Mi cabaret voltaire Loriot Regie: Daniel Rohr Mit Sabina Schneebeli, Rahel Matter, Andreas Matti, Benedict Freitag und Rolf Sommer Theater «Kommunikationsgestörte interessieren mich am allermeisten.» So hat der grosse Loriot einst sein Tun erklärt. Er liess sie in der Badewanne um ein Gummitier streiten, beim «Fernsehabend» gepflegt aneinander vorbeireden oder im Restaurant sich eine Nudel übers Gesicht schieben. Das Rigiblick erweist dem letztes Jahr verstorbenen Humoristen in einer empfehlenswerten Hommage voller Sketche nochmals die Ehre. Mi Theater Rigiblick Mamma Mia! Von Benny Andersson und Björn Ulvaeus Musical Die 20-jährige Sophie will am Vorabend ihrer Hochzeit endlich die Identität ihres Vaters aufklären. Zu diesem Zwecke lädt sie die drei Ex-Liebhaber ihrer Mutter Donna auf die kleine griechische Insel ein. Für die gute Laune zur Geschichte sorgen 22 Abba-Klassiker. Do–So Theater 11 Michel Gammenthaler «Wahnsinn» Comedy Als zaubernder Kabarettist kann man sich ein Burn-out überhaupt gar nicht leisten: The show must go on! Also begibt sich der Preisträger des Salzburger Stiers 2010, Michel Gammenthaler, in die therapeutischen Mühlen der Work- Life-Balance-Spezialisten, in die Welt der Alltagsrituale, Self-Healing-Gurus und Stadtschamanen. Wer Gammenthaler in diesem Programm verpasst, kann ihn übrigens bald als Gastkomiker im Circus Knie geniessen. Mi Miller’s Studio Miles oder die Pendeluhr aus Montreux Übersetzung und Regie: Hansjörg Betschart Mit Daniel Rohr und dem Zurich Jazz Orchestra. Leitung: Rainer Tempel Theater Das neuste Musiktheater aus dem Hause Rigiblick ist eine Hommage an das Jazzgenie Miles Davis, einem Mann, der unter Einsamkeit und Vorurteilen litt. Sie erzählt von der Schönheit Juliette Grécos, von Schweizer Uhren, von Lieblingsakkorden und dem Verlust eines geliebten Menschen. Musikalische Basis ist Miles Davis' «Sketches of Spain». Sa Theater Rigiblick night of the dance tanzshow Wer die Irish-Step-Crew von Riverdance, die Tanzshow Stomp, den Film «Dirty Dancing», Michael Jacksons Musikvideos und das Musical «Grease» mag, ist bei dieser Veranstaltung gut aufgehoben. Sie vereint nämlich die Tanzstile all dieser Werke auf einer Bühne, kombiniert Tänzer der Broadway Musical & Dance Company mit einer pompösen Lichtshow und zog gemäss Pressetext «bereits Hunderttausende» von Zuschauern in ihren Bann. Di kongresshaus Nussknacker Von Peter I. Tschaikowsky Choreografie: Lew Iwanow Mit dem Russischen Staatsballett Tanz Ein Mädchen bekommt zu Weihnachten einen hölzernen Nussknacker, der sie im Traum in eine märchenhafte Welt entführt. Ob des Könnens und der Präzision des Russischen Staatsballetts in dieser «Nussknacker»-Aufführung haben sich internationale Medien bereits vor Begeisterung überschlagen. Für Freunde des klassischen Balletts und der historischen Inszenierung von Lew Iwanow (1834–1901) ein Muss. Auch, weil es in Zürich nur eine Vorstellung gibt. Sa Neues Theater Spirgarten Palestrina Von Hans Pfitzner Regie: Jens-Daniel Herzog Musikalische Leitung: Ingo Metzmacher Mit Roberto Saccà / Peter Broder, Alfred Muff, Martin Gantner, u. a. Oper Pfitzners «Palestrina» ist ein eigenwilliges Opern-Unikum mit knapp 40 Solisten, einem Chor und einem gigantischen Orchesterapparat. Darin geht es für einmal nicht um die Liebe, sondern um streitende Kleriker und die Rettung der Musik. Regisseur Jens-Daniel Herzog macht aus dem eigentümlichen Werk ein Bravourstück, siedelt das Konzil in einer kargen Witwerwohnung an und lässt die Kardinäle Würstchen essen. Und das Orchester zeigt, wie kraftvoll die Partitur ist. Siehe «Meine Wahl»Do Opernhaus Peter Spielbauer «Das Flatte Blatt (1 / 4)» Comedy Der deutsche Kabarettist, Komiker, Philosoph und Artist Peter Spielbauer beschäftigt sich in seinem neuen Bühnenprogramm mit der Zeitung. Gekleidet in einen Anzug aus Altpapier, hantiert er mit Ästen und zerhackten Büchern, trägt feine Lyrik vor und wissenschaftliche Exkurse. Er mischt Worte mit Tänzen, poetische Ausflüge mit brachialen Überraschungen, skurrile Objekte mit Sprachwitz. Dies ist der erste von vier Abenden, an denen Spielbauer sein Stück weiter und weiter und weiter entwickelt. Do Miller’s Studio Rechnitz (Der Würgeengel) Von Elfriede Jelinek Regie: Leonhard Koppelmann Theater Wiederaufnahme. Nazis erschiessen während eines Fests 180 Juden. Dann kommt die Rote Armee. Zurück bleiben die Dienst- boten von Schloss Rechnitz und erzählen. Schauspielerin Isabelle Menke begleitet das Publikum in dieser erfolgreichen Inszenierung mit dem Bus an einen geheim gehaltenen Ort und spielt alle Rollen in Personalunion. Mi Treffpunkt: Schiffbau, Foyer Rose – Vom Schtetl nach Miami Beach Von Martin Sherman Regie: Klaus Henner Russius Spiel: Graziella Rossi Musik: Daniel Fueter Theater Der Monolog des amerika-nischen Autors Martin Sherman handelt von der Lebensgeschichte einer Jüdin im 20. Jahrhundert. Mal humorvoll, mal wütend, mal verletzt und mal mit Ironie erzählt Rose aus ihrer Biografie, die in einem ukrainischen Schtetl begann und sie bis nach Miami führte. Das Stück dreht sich um den Untergang des Jiddischen, die Kluft zwischen liberalen und orthodoxen Israelis und die Entfremdung zwischen Israelis und Juden aus der Diaspora in der Alten Welt. So Theater Rigiblick SAND Regie: Sebastian Nübling Choreografie: Ives Thuwis-De Leeuw Musik: Lars Wittershagen Tanz Viel Sand, viele Fragen, ein junges Ensemble, eine Band, der Choreograf Thuwis-De Leeuw und der erfolgreiche Regisseur Sebastian Nübling: Das sind die Zutaten einer tollen, energiegeladenen Inszenierung zu der Frage, wie Jugendliche von heute gerne leben würden. Eine gelungene, für die Akteure schweisstreibende und ziemlich sandige Angelegenheit mit leichtem, melancholischem Sound. Do Schiffbau-Box Seegfrörni 2012 Von Beat Schlatter und Patrick Frey Mit ebendiesen, Luigi Prezioso, Esther Gemsch und Anet Corti Regie: Katja Früh Theater Ein Muotathaler Wetterschmöcker orakelt, dass diesen Winter der Zürisee gefriert. Der risikofreudige Frank Stierli schenkt ihm Glauben und will aus diesem Naturereignis Profit schlagen. Beraten von der forschen Eventconsulterin Scheufele, nimmt er bei dem ängstlichen Treuhänder Magnus Nussbaumer einen Kredit auf – ohne zu wissen, dass es sich bei dessen Vermögen um mehrere Hunderttausend Schlittschuhe handelt. Ein glatter Schwank über die Tücken von Finanzkrise und Risikobereitschaft aus dem Hause Schlatter/Frey. Do–So / Mi Theater am Hechtplatz Die Steinflut Nach einer Novelle von Franz Hohler Regie: Klaus Henner Russius ErzählTheater Vor 130 Jahren zerstörte ein gewaltiger Bergsturz den östlichen Teil des Glarner Dorfes Elm. Franz Hohler hat das dramatische Ereignis zu einer Novelle verarbeitet. Hauptfigur ist die kleine Katharina, die intuitiv spürt, dass der Berg sich nähert. Erzählt wird die Geschichte in Mundart von der Walliser Schauspielerin Cornelia Montani. Do–So Sogar-Theater Sturm Von William Shakespeare Regie: Barbara Frey Mit Maria Happel, Joachim Meyerhoff, Johann Adam Oest Theater Wiederaufnahme. Vor Jahren auf einer Insel gestrandet, in- szeniert Prospero dort ein Stück der Strafe, Busse und Umkehr: Er will die Figuren seines Lebens für ihre Verbrechen zur Verantwortung ziehen. Das Gastspiel des Burgtheaters ruft regelmässig brausende Applause hervor, und das aus gutem Grund! Barbara Frey interpretiert den Stoff berührend und witzig zugleich, ihre Figurenzeichnung umgeht Klischees, das Bühnenbild hats in sich. Und die Schauspieler erhalten für ihre bucklige, anschmiegsame, donnernde, verschrobene Darbietung alle 10 von 11 Punkten. Fr Schauspielhaus Pfauen There Must Be Some Kind Of Way Out Of Here Regie: Thom Luz Choreografie: Arthur Kuggeleyn Musik: Mathias Weibel Mit Beatrice Fleischlin, Lou Bihler, Anna-Katharina Müller, Mathias Weibel, Dominik Dolega u. a. Theater Eine «exorzistische Turnübung» nennt der Zürcher Regisseur Thom Luz seinen Theaterabend über Heimat und Identität. Zusammen mit dem Choreografen Arthur Kuggeleyn und dem Musiker Mathias Weibel will Luz der nationalen Identität, diesem Geist aus der Vergangenheit, den Garaus machen. Und weil bei einer Geisteraustreibung der Intellekt wenig hilft, versuchen es die zehn Protagonisten (-innen) mit Trancetänzen und Selbstüberwindungsritualen. Dazu gibts Livemusik. Di Theaterhaus Gessnerallee True nature Von Hannes Glarner und Anna Tenta Theater In den Fisch, in den nach unten gerichteten Hund, in die Heuschrecke, atmen. Yoga ist in, Yoga ist gesund, Yoga ist alles. Die Satire von Glarner / Tenta nimmt den Dehnboom in Zürich unter die Lupe und untersucht die orts- typische Vermischung von Business, Psychologie, Spiritualität, Esoterik und Lifestyle – und scheint einen Nerv getroffen zu haben: Wegen grosser Nachfrage wird «True Nature» verlängert. Do–So neumarkt, chorgasse Veri «Rück-Blick» Mit Thomas Lötscher Comedy Auf Fragen, die niemand stellt, kennt Veri die Antworten. Beharrlich und mit eigenwilliger Innerschweizer Logik geht Kabaret-tist Thomas Lötscher Müllsäcken ebenso auf den Grund, wie den Vorkommnissen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. «Rück-Blick» ist das neueste Programm von Thomas Lötscher. Di Comedybühne Weisser Wind Region winterthur Bundesordner – ein satirischer Jahresr?ckblick Mit Schön & gut, Uta Köbernick, Fitzgerald & Rimini, Gabriel Vetter, Mammutjäger und Toni Caradonna Regie: Paul Steinmann Comedy Schon wieder ist es Januar, schon wieder wird ein Jahr ad acta gelegt. Traditionsgemäss hat sich ein bunter Haufen von Kabarettistinnen, Wortakrobaten und Musikerinnen durch die Akten geackert, um Brisantes ans Licht zu bringen. Warum wird der Franken immer stärker und Roger Federer immer schwächer? Was hat Jean Ziegler nicht gesagt? Und warum hat Nella Martinetti alles gesagt? Und was genau sagt Loriots sprechender Hund? Die neu formierte Bundesordner- Truppe kümmert sich ab Mittwoch um die Antworten. Fr–So / Di / Mi Casinotheater Clowns und Kalorien – das original verzehrtheater «Ein Tag, an dem man nicht lacht, ist ein verlorener Tag», fand Charlie Chaplin. Marion und Frithjof Gasser sagen das auch und präsentieren darum auch dieses Jahr wieder «Clowns und Kalorien»: Inmitten von Samt, Kerzenständern, Engelchen und Kronleuchtern servieren Artisten ein 4-Gang-Menü und zirzensische Showeinlagen. Do–So / Mi Wachter-Areal Duo Luna-tic «Obladiblada» Comedy Olli und Claire, alias Judith Bach und Stéfanie Lang, spielen sich in ihrem aktuellen Programm mal sehnsüchtig, mal empört durch ein amüsantes Klavierakrobatik- liederkabarett. Sie singen Chansons und Beatles-Songs, erzählen skurrile Geschichten in verschiedenen Sprachen – und das Klavier rollt mit. Do Casinotheater dust and light / Rasa Mit dem Alonzo King Lines Ballet tanz Die Kooperationen, die das Alonzo King Lines Ballet bereits mit anderen Ensembles eingegangen ist, können sich sehen lassen: Die besten internationalen Kompanien arbeiten regelmässig mit der Truppe aus San Francisco zusammen, und das Lob für Alonzo Kings visionäre Choreografien dauert an. Zum Start ihrer Europatournee zeigt die Compagnie «Dust and Light», das mit einzelnen Soli startet und sich über Pas de deux hin zum Auftritt eines grossen Ensembles steigert, sowie «Rasa», das in enger Zusammenarbeit mit dem indischen Tablaspieler Zakir Hussain entwickelt wurde. Do–Sa Theater Winterthur Glück im 21. Jahrhundert Von Kai Hensel Regie: Udo van Ooyen Theater Ein Terroranschlag erschüttert die Wohlstandsgesellschaft, bringt Verkehr und Gebäude zum Einsturz, hinterlässt Verletzte und Tote, darunter Jasmin. Doch der Engel des 21. Jahrhunderts verkündet Jasmins Eltern: «Ihr habt kein Recht auf Unglück. Zu viele Menschen, zu viel Elend, Reiche bitte hinten anstellen.» Autor Kai Hensel liefert mit seinem «Glück» einen bissigen Beitrag zur Werte- diskussion, Udo van Ooyen führte bei dieser Produktion Regie. Fr–So / Di / Mi Kellertheater Winterthur Lebensgefährlich – drei Kom?dien in einem Akt Regie: Jordi Vilardarga Mit Rachel Matter, Lorenzo Polin, Antonio da Silva, Andrea Zogg Theater Premiere. Auf drei kuriosen und komischen Einaktern basiert die neuste Produktion des Theaters Ariadne. Darin treten auf: eine falsche Witwe, potenzielle Freier, unechte Verwandte und eine sterbende Gattin. Drei Komödien zum Kampf des Überlebens. Den roten Faden bildet eine geplante Filmvorführung in den Geburtsjahren des Kinos. Do–So Theater am Gleis marie impie Von Denise Gouverneur Regie: Gisèle Salin Theater In der Komödie der Westschweizerin Denise Gouverneur freut sich die junge Titelheldin auf einen Tag ohne ihre nervigen Kinder. Endlich kann sie die Wohnung auf Vordermann bringen, denn bald kommt ihr Gatte aus dem Militärdienst heim. Doch Marie macht die Rechnung ohne ihre Mutter, ihre Nachbarin, eine Hausiererin und den gut aussehenden Bauarbeiter Jacob. Mo theater winterthur baden Kabale und Liebe Von Friedrich Schiller Regie: Barbara-David Brüesch Theater Ferdinand liebt Luise, Luise liebt Ferdinand, und Ferdinand liebt die Liebe. Er nennt sie ein «Riesenwerk». Aber wie lange kann dieses Riesenwerk dem Druck von Standesgrenzen und Intrigen standhalten? Nicht lange genug, denn am Ende dieses Spiels um Macht und Liebe gibt es nur Verlierer. Die Bündnerin Barbara-David Brüesch in- szeniert Schillers meisterliche «Sturm und Drang»-Tragödie mit dem Ensemble des Theaters Kanton Zürich – «gnadenlos aktuell», befand die NZZ. Mi Kurtheater Stosszeit Von Gisela Widmer Spiel: Annette Windlin Musik: Christian Wallner Regie: Dominique Müller Theater Klara, Stewardess einer Elvetino-Minibar, mag nicht mehr länger zuschauen, wie ihre Gäste zusammengepfercht, gehetzt und getrieben den alltäglichen Pendlerwahnsinn erdulden müssen. Mit der Parole «Anhalten! Umdrehn! Freiheit für alle!» ruft sie die Revolution aus. Aber keiner will sie, die Freiheit Annette Windlin bietet eine Mischung aus Schauspiel und Kabarett. Christian Wallner schlägt dazu die revolutionären Töne an. Fr–So Theater im Kornhaus Theater-Marathon Mit Improvenös und Friends Theater Improvenös und Freunde improvisieren so lange nonstop auf der Bühne, bis es dem Publikum reicht und es von dannen zieht. Die Show endet, sobald mehr Personen auf der Bühne stehen, als Leute im Zuschauerraum sitzen. Die Bar ist durchgehend geöffnet. Fr Stanzerei bachenbülach Non(n)sens Text und Musik: Dan Goggin Regie und Choreografie: Björn Bugiel Musical Musical über fünf Nonnen, die ungeplant und umso überraschender ihre Liebe zur Showbühne entdecken. «Non(n)sens» lief jahrelang am New Yorker Off-Broadway. Markus Weber und Thomas Woitkewitsch haben den Text übersetzt, und Björn Bugiel hat das Ganze in den Kammerspielen Seeb inszeniert. Fr–So / Mi Kammerspiele Seeb wädenswil Marco Tschirpke «Lauf, Masche, lauf!» Comedy Marco Tschirpke präsentiert seine schlitzohrigen Lapsuslieder, die oft nicht länger als 90 Sekunden dauern, und Gedichte. Dazu bearbeitet der Musikkabarettist das Klavier mal filigran, mal furios. Bezüge zu Kurt Weill und Hanns Eisler liegen auf der Hand, flache Witze sucht man bei diesem Herrn vergeblich. Tschirpke sagt von sich selbst, «das geistig bewegliche Publikum» sei ihm das liebste. Fr / Sa Theater Ticino Bharata Natyam Tanz Petra Heinz tanzt die komplexen indischen Schrittkombinationen und entführt in die klassische Tanz- und Schauspielkunst Südindiens. Sa Alte Kaserne Bharata Natyam Tanz Petra Heinz tanzt die komplexen indischen Schrittkombinationen und entführt in die klassische Tanz- und Schauspielkunst Südindiens. Sa Alte Kaserne

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