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Jagdunfall: Schütze hat sich beim Opfer entschuldigtTitel (mind. 2-, max. 3-zeilig)

Der Jäger, der bei einer Treibjagd in Hittnau einen Wanderer anschoss, hat seinen Jagdpass abgegeben.

Von Stefan Hohler Hittnau &endash Am Montagmittag hat ein 56-jähriger Jäger einen 68-jährigen Wanderer angeschossen (TA von gestern). Der Passant wurde durch zwei Schrotkugeln seitlich am Oberkörper getroffen. Er konnte nach ärztlicher Behandlung das Spital gleichentags wieder verlassen. Der Jäger, der den Verletzten persönlich kennt, ist tief betroffen über den Unfall: «Es tut mir sehr leid, mir ist ein Fehler passiert.» Er habe in eine Richtung geschossen, in die er nicht hätte schiessen dürfen, und habe dabei den Wanderer übersehen. Der Jäger hat mit dem Verletzten bereits telefoniert und wird ihn besuchen. Der 56-Jährige ist seit sechs Jahren Jäger. Er hat nach dem Unfall den Jagdpass selber abgegeben. Laut Urs Philipp, Chef der Fischerei- und Jagdverwaltung des Kantons Zürich, handelte es sich um eine sogenannte Gesellschaftsjagd mit Schrot auf Rehwild. Diese sei genau reglementiert und nur zweimal pro Jahr und Revier erlaubt. Es dürfen maximal zwölf Jäger und sechs Treiber teilnehmen. Die Jäger umstellen teilweise eine Revierfläche. Dabei haben die Rehe die Möglichkeit, aus dem nicht umstellten Teil zu fliehen. Mit Schrot wird auf kurze Distanzen (maximal 30 Meter) und auf sich bewegende Tiere gezielt. Diese Art von Jagd ist bedeutend effizienter als die Kugeljagd. Ohne die Gesellschaftsjagd würden die geforderten Abschussquoten im Kanton Zürich nicht erreicht werden, sagt Philipp. Dies, weil das dichte Unterholz seit dem Lothar-Sturm den Rehen gute Versteckmöglichkeiten bietet. Neben der strafrechtlichen Behandlung des Unfalls durch Polizei und Staatsanwaltschaft wird der Fall auch von der kantonalen Jagdverwaltung untersucht. Dem Schützen droht ein Jagdpassentzug zwischen einem und maximal zehn Jahren. Jagdunfälle seien äussert selten. Der letzte Unfall mit einem verletzten Treiber habe sich vor rund sechs Jahren ereignet, sagt Philipp.

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