Zum Hauptinhalt springen

Bei Annahme von PrimateninitiativeZolli hätte Colebe (14) wohl nicht einschläfern dürfen

Der Fall eines eingeschläferten Schimpansen im Basler Zoo zeigt exemplarisch auf, was sich mit der Annahme der Initiative «Grundrechte für Primaten» ändern würde.

Der Schimpanse Colebe, 14-jährig, wurde wegen des Mobbings seiner Artgenossen eingeschläfert.
Der Schimpanse Colebe, 14-jährig, wurde wegen des Mobbings seiner Artgenossen eingeschläfert.
Foto: Zoo Basel

Just zu der Zeit, als im Kanton eine Debatte über Grundrechte für Primaten stattfindet, wird im Zolli ein Schimpanse eingeschläfert. In seiner Komplexität ist der Fall Colebe (14) ein Paradebeispiel dafür, was sich im Kanton Basel-Stadt verändern könnte, wenn das Basler Stimmvolk die Initiative «Grundrechte für Primaten» annimmt. Und wo die Probleme liegen.

Wäre die Initiative bereits angenommen und umgesetzt worden, hätte der Zolli Colebe wegen des Mobbings seiner Artgenossen wohl nicht einschläfern dürfen. Staatsrechtler Markus Schefer sagt, dass sich «verfassungsrechtlich gut begründen lässt, weshalb diese Tötung bei einer Annahme der Initiative nicht möglich gewesen wäre». Wenn Primaten Grundrechte erhalten, argumentiert er, muss sie der Staat vor Privatpersonen wie auch Privatunternehmen schützen. Das bedeutet, dass der Staat den einzelnen Schimpansen nicht nur vor Angriffen seiner Artgenossen, sondern auch vor dem Zolli schützen muss.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.