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Podcast zum Schweizer Fussball«YB spielt eine andere Sportart als der Rest der Liga»

Warum sind die Resultate der Young Boys schlechter als ihre Auftritte? Ist der FC Zürich fair mit Massimo Rizzo? Und haben Fussballer gleiches Anrecht auf Subventionen wie Balletttänzer? Antworten in unserem Podcast.

Es wird vermutlich nicht mehr geklärt werden: Wusste Massimo Rizzo tatsächlich schon vor dem Spiel gegen den FC Basel, dass er mindestens bis zur Winterpause Trainer des FC Zürich bleiben darf? So, wie das Präsident Ancillo Canepa am Samstag nach dem 2:0-Sieg gegen den FC Luzern verkündet hat? Und wenn ja, warum wirkte Rizzo dann an der Pressekonferenz danach leicht überrascht, als er die Nachricht vernahm?

Die wichtigere Frage ist allerdings eine andere: Nimmt Canepa mit seiner Ankündigung tatsächlich Druck von Rizzo, wie er das öffentlich erklärt? Samuel Burgener vertritt in unserem Podcast (zu hören oben) eine klar andere Meinung: «In Wahrheit setzt er damit vor allem Druck auf und lässt sich alle Optionen offen. Schlussendlich empfinde ich das auch als ein wenig feige, weil sich der FCZ einfach nicht bekennt.»

Ausserdem diskutieren wir über die Schwäche der Young Boys vor dem gegnerischen Tor. Erst fünf Treffer sind den Bernern in der laufenden Meisterschaft in sechs Partien gelungen. Für Burgener ist die Debatte über die fehlenden YB-Tore allerdings keine, die wirklich eingehend geführt werden muss. Und zwar, weil für ihn die Young Boys der nationalen Konkurrenz derart überlegen sind, dass die momentane Schwäche im Abschluss in der Endabrechnung keine grosse Rolle spielen dürfte: «YB spielt eine andere Sportart als der Rest der Liga. Von der ganzen Substanz, von der Energie, von der Kraft, von der Dynamik her, ist das kein Vergleich.»

Die weiteren Themen in unserer Sendung: Schlummert in Lugano-Trainer Maurizio Jacobacci ein Meistercoach? Ist Fabio Celestini der letzte Hipster-Trainer der Super League? Und haben Profifussballer ein Anrecht auf Subventionen?

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10 Kommentare
    Andreas Aerni

    Ein bisschen Regelkunde eines Schiedsrichters für die Journalisten:

    Ein Spieler (irgendeiner!) wird wegen Vereitelung einer offensichtlichen Torchance verwarnt (und nicht vom Platz gestellt), wenn:

    - sich das Vergehen im Strafraum ereignet.

    - das Vergehen im Versuch geschieht, den Ball zu spielen (also kein Halten, Stossen, Handspiel etc.)

    -> Dreifachvergehen und Torhüter haben also NICHTS miteinander zu tun. Wie Herr Schifferle bin ich aber auch der Meinung, dass bei der Szene bei Zürich-Luzern gelb ausgereicht hätte.