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Quotenregelung für Reden gefordertWollen Sie den Männern den Mund verbieten, Tonja Zürcher?

Männer redeten im Basler Parlament zu lang und zu viel, sagt die Basler Basta-Grossrätin. Sie fordert in einem Vorstoss nun einen «gendergerechten Redeanteil» im Grossen Rat.

Tonja Zürcher will die Redezeiten von Männern und Frauen angleichen – irgendwie.
Tonja Zürcher will die Redezeiten von Männern und Frauen angleichen – irgendwie.
Foto: Florian Baertschiger

Die Männer im Basler Parlament erhalten zu viel Redezeit. Das zumindest glauben die beiden Grossrätinnen Tonja Zürcher (Basta) und Michela Seggiani (SP). Sie haben deshalb einen Vorstoss eingereicht, um diese «Ungerechtigkeit» zu verringern – ein Vorstoss, der in den sozialen Medien unter Politikern bereits für viel Wirbel sorgt, bevor er überhaupt auf der Website des Grossen Rates publiziert wurde.

Zürcher und Seggiani haben die Voten im Parlament an drei Grossratssitzungen ausgezählt und dabei festgestellt, dass der «Anteil von Männer-Voten mit 70 Prozent noch höher liegt als die Männerquote im Grossen Rat (67 Prozent)». Eine Redezeitmessung während dreier Stunden habe zudem ergeben, dass «Männer 80 Prozent der Redezeit einnehmen». Das Missverhältnis sei auch in anderen Parlamenten zu beobachten, konstatieren die beiden Initiantinnen mit Verweis auf entsprechende Auswertungen bei National- und Ständerat.

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