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Bauprojekt auf Areal LysbüchelWohnen im Weinlager

Die Stiftung Habitat stockt an der Elsässerstrasse ein 55 Jahre altes Haus auf, um darin 64 Wohnungen einzubauen.

Zweieinhalb bis siebeneinhalb Zimmer – in diesem alten Lagerhaus entsteht neuer Wohnraum.
Zweieinhalb bis siebeneinhalb Zimmer – in diesem alten Lagerhaus entsteht neuer Wohnraum.
Projektgrafik (Rendering) Esch Sintzel Architekten

Seit drei Jahren steht das ehemalige Wein- und Lebensmittellager von Coop leer; seine obersten drei Stockwerke sind in dieser Zeit abgebrochen worden. Jetzt will die Stiftung Habitat als Eigentümerin das Gebäude an der Elsässerstrasse 201 wieder aufstocken und darin 64 Wohnungen unterbringen. Das geht aus einem Baubegehren hervor, das bis zum 29. Mai beim Bau- und Gastgewerbeinspektorat aufliegt. Die Baukosten werden mit 26,5 Millionen Franken angegeben. Das Projekt stammt von Esch Sintzel Architekten in Zürich.

Der neue Wohnbau soll fünf Vollgeschosse und zwei Attikageschosse mit insgesamt 64 Wohnungen enthalten – von zweieinhalb bis siebeneinhalb Zimmern Grösse.

Café und Gemeinschaftsraum

Das vierte Obergeschoss enthält nur drei Wohnungen, von denen zwei besonders gross werden: siebeneinhalb Zimmer auf 222 Quadratmetern sowie fünfeinhalb Zimmer auf 134 Quadratmetern. Im ersten Attikageschoss sollen zehn Wohnungen entstehen, und im zweiten Attikageschoss sind ein Gemeinschaftsraum und eine Gemeinschaftsterrasse geplant. Das Dach wird mit Fotovoltaik verkleidet.

Auch ein Café soll es dereinst geben; es soll im Erdgeschoss des 55 Jahre alten Gebäudes Platz finden. Vor dem Haus sind 48 Veloständer vorgesehen und im ersten Untergeschoss weitere 174 . Schliesslich sind im zweiten und dritten Untergeschoss auch noch 75 Autoparkplätze geplant; das ergibt einen Platz für 89 Prozent der Wohnungen. Die Fassade besteht längsseitig vollständig aus Glas, davor kommen Balkone aus Stahlträgern, Stützen und Betonplatten zu stehen.

Logis für Einzelhaushalte

Gleichzeitig mit dem Baubegehren der Stiftung Habitat ist auch für das angrenzende Areal am Beckenweg 11, das seit dem Abbruch der Coop-Grossbäckerei leer steht, ein Baugesuch publiziert worden. Bauherrschaft ist hier die Genossenschaft Wohnstadt Bau- und Verwaltungsgesellschaft. Sie will nach Plänen der Metron Architektur Brugg im fünfgeschossigen Wohnhaus, das Teil einer Hofrandbebauung werden soll, 30 Kleinwohnungen unterbringen, die mehrheitlich für Einzelhaushalte gedacht sind. Auf allen Geschossen befinden sich gemeinschaftlich nutzbare Südbalkone. Das Flachdach soll für eine Fotovoltaikanlage dienen. Baukosten: 7,8 Millionen Franken.

Die Stiftung Habitat hat das 12'400 Quadratmeter grosse Areal Lysbüchel Süd in 15 Parzellen aufgeteilt, von denen sie 13 im Baurecht abgibt. Zwei Genossenschaften haben laut der Website der Stiftung Anfang April die erste Baustelle im Blockrand eröffnet. Eine von ihnen erstellt an der Beckenstrasse 10 einen Neubau mit 22 Wohnungen. Für die Parzelle Beckenweg 7 ist im Dezember 2019 ein Gesuch der Genossenschaft Miethäuser Syndikat mit vier Wohnungen publiziert worden. Weitere Genossenschaften planen Neubauten an der Lothringerstrasse.