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Ruf nach besserem Herdenschutz Wölfe reissen in der Ostschweiz über zehn Schafe

Im St.Galler Rheintal und den angrenzenden Gebieten in den Kantonen Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden sind mehrere Wölfe unterwegs. Jetzt soll der Herdenschutz verbessert werden.

Der Wolf hat sich auch in der Ostschweiz eingenistet. Das ist für Herdentierhalter nicht unproblematisch.
Der Wolf hat sich auch in der Ostschweiz eingenistet. Das ist für Herdentierhalter nicht unproblematisch.
Foto: Dominic Favre (Keystone/Symbolbild)

«Seit dem 28. Oktober 2020 wurden im St.Galler Rheintal und den angrenzenden Gebieten in den Kantonen Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden total elf Schafe und eine Ziege von Wölfen getötet und fünf weitere Schafe verletzt», wie das Amt für Natur, Jagd und Fischerei des Kantons St. Gallens mitteilt.

Aufgrund der teilweise zeitgleichen Nachweise und der räumlichen Verteilung in den Gemeinden Altstätten, St.Margrethen, Oberriet und Grabs seien aktuell zwei oder sogar drei Wölfe im Gebiet unterwegs. Auch im Appenzellerland seien in der gleichen Zeitperiode mehrere Risse und glaubhafte Wolfbeobachtungen gemeldet worden. Mehrere Sichtbeobachtungen seien auf relativ kurze Distanz erfolgt.

«Die Schafhalter wurden durch die kantonalen Fachstellen Herdenschutz informiert. Die Wildhüter haben DNA-Proben an den Rissen entnommen. Um weitere Schäden an Schafen zu reduzieren, ist ein ausreichender Herdenschutz auf der Weide mit Elektrozaun wichtig», schreibt das Amt weiter in seinem Communiqué. Wenn möglich sollten die Schafe nachts eingestallt werden. Die neusten Ereignisse zeigen, dass mit der steigenden Wolfspopulation in ganz Mitteleuropa auch mit mehr durchziehenden Einzeltieren zu rechnen sei. «Solche Einzelwölfe können zu jeder Jahreszeit nachgewiesen werden, so auch im Winter.»

4 Kommentare
    Alan Capeder

    11 schafe und eine ziege wurden vom wolf innert eines monats gerissen.

    wie viele tiere mussten in der gleichen zeit in den schlachthöfen ihr leben lassen?

    vermutlich 10 000sende. wo bleibt da die verhältnismässigkeit. schlussendlich geht es doch den wolfsgegnern nicht um die kleine zahl gerissener schafe sondern gemeinhin um das prinzip der dämonisierung des wolfes.