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Einkehren in OberdorfWo der Kalbskopf zu Ehren kommt

Im Wirtshaus zum Rössli in Oberdorf, wo Andreas Suter die Gäste seit fünf Jahren verwöhnt, fühlt man sich wie in der eigenen guten Stube.

Andreas Suter mit seiner verheissungsvollen Dessertkarte in Form einer Tafel.
Andreas Suter mit seiner verheissungsvollen Dessertkarte in Form einer Tafel.
Foto: Dominik Plüss

«Chalber» tragen die Oberdörfer als Übername. Nicht gerade nett. Weist der Neckname doch auf ungeschlachte, ungezogene junge Menschen hin. Trifft man Andreas Suter (46), der seit fünf Jahren das Rössli in Oberdorf führt, sitzt einem aber ein wohlgelaunter und aufgestellter Wirt gegenüber. Eine selten gewordene Spezies, die den Gast ernst nimmt und die Arbeit liebt. Nichts da mit Kalbereien. Zu denen kommen wir später.

Es ist eine gemütliche Anfahrt mit dem Waldenburgerli in das langgezogene Dorf an der Vorderen Frenke. Der ÖV ist eine gute Wahl, ist doch die Haltestelle nur einen Steinwurf von der Wirtschaft entfernt. Um gleich zu Beginn ein Missverständnis aus der Welt zu schaffen: Spricht der geneigte Oberdörfer von seinem beschaulichen Dorf, sagt er Oobedooff und nicht wie gemeinhin angenommen Oberdorf. Den Ur-Oberdörfern in ihrem beschaulichen 2500-Seelen-Dorf sagt man nämlich nach, dass sie gerne das «r» unterschlagen. Doch gerade darauf sind sie stolz und lassen sich von niemandem davon abbringen. Eine weitere Attraktivität ist der Dielenberg, der höchstgelegene Weinberg der Nordwestschweiz, der 1843 angelegt wurde. Seit über 75 Jahren besteht der Weinbauverein, der unter anderem den über die Kantonsgrenze hinaus bekannten «Himmellüpfer» keltert.

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