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Erfahrungen der NachbarländerWo das Verhüllungsverbot für Streit sorgt – und wo nicht

Frankreich und Österreich haben die Vollverschleierung verboten. Die beiden Länder machen damit ganz unterschiedliche Erfahrungen.

Hier wäre eine Busse fällig: Eine Nikabträgerin in Paris.
Hier wäre eine Busse fällig: Eine Nikabträgerin in Paris.
Foto: Stephane De Sakutin (AFP) 

Was in der Schweiz hitzig debattiert wird, gilt in Frankreich schon lange: Seit 2011 ist es im Nachbarland gesetzlich verboten, im öffentlichen Raum sein Gesicht zu verhüllen. Jean-François Copé, der ehemalige Fraktionschef der Konservativen, hat das Verbot gegen Burka und Nikab im Parlament angestossen und dafür gekämpft.

Heute ist Copé, der auch mal als möglicher Präsident gehandelt wurde, nicht mehr in der nationalen Politik tätig. Er ist Bürgermeister im Pariser Vorort Meaux und arbeitet in einer Kanzlei als Anwalt. Der 56-Jährige argumentiert, dass es zum Wesen der französischen Gesellschaft gehöre, dass sich die Menschen auf der Strasse ins Gesicht sehen können.

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