Jimmy Jump wollte zu Nelson Mandela

Der spanische Flitzer griff vor der WM den WM-Pokal an, doch eigentlich war das Ziel von Jaume Marquet i Cot der 91-jährige Nelson Mandela.

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Aus grosser Distanz stürmte Jimmy Jump auf den WM-Pokal zu, als die Teams noch im Kabinengang darauf warteten, auf das Feld des Soccer-City-Stadions zu kommen. Interssierte schielte Schiedsrichter Howard Webb auf den Rasen, auf dem der 36-jährige Katalane Jaume Marquet i Cot – besser bekannt unter dem Pseudonym Jimmy Jump – aus der Ecke quer über das Feld Richtung WM-Trophäe sprintete.

Erst kurz vor seinem Ziel wurde der berühmt-berüchtigte Flitzer, der im French-Open-Final 2009 auch Roger Federer behelligte, von einem Ordner jäh gestoppt. Sein norwegisch-spanischer Berater erzählte in der norwegischen Zeitung «VG», dass der Pokal gar nicht das erste Ziel von Jimmy Jump gewesen sei. Die rote katalanische Barretina, die über den WM-Pokal zu stülpen versuchte, sei eigentlich als Geschenk für Nelson Mandela gedacht gewesen.

«Jetzt mach ich es»

Doch während des kurzen und bewegenden Auftritts des nunmehr 91-jährigen, früheren Staatspräsidenten von Südafrika ergab sich keine Gelegenheit, wie Alex Sola weiter erzählte. «Kurz bevor er aufs Feld stürmte, hatte er mir ein SMS geschrieben. ‹Jetzt mach ich es›, schrieb er», so der Sohn einer Norwegerin und eines Spaniers. Jimmy Jump habe sich spontan und kurzfristig entschieden, weil sich «ein Fesnter geöffnet» habe. «Er ist das erste Mal ausserhalb von Europa auf einen Platz gestürmt, das ist eine globale Neuigkeit. Er wollte sich der Welt zeigen und hat es erreicht», sagte Sola.

baz.ch/Newsnet

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