Eklat um Interview mit Ottmar Hitzfeld

Journalist Armando Ceroni ist im Südschweizer Kanton eine Grösse. Kaum einer, der seine Stimme an Fussballspielen im TV nicht erkennt. Ausgerechnet vor der WM ist ihm ein Fehler unterlaufen.

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Ceroni wird vorgeworfen, ein nicht autorisiertes Interview mit Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld geführt zu haben. Damit habe er riskiert, «die delikaten Beziehungen zur Nationalmannschaft» zu gefährden, schreibt die Radiotelevisione Svizzera di lingua italiana (RSI) in einem Communiqué. Nun darf Ceroni, der für die RSI gewöhnlich die Spiele der Schweizer Fussball-Nati kommentiert, nicht nach Südafrika reisen.

Ceroni habe den Verhaltenskodex verletzt. Deswegen sei ihm die Akkreditierung für die Weltmeisterschaft in Südafrika entzogen worden, sagte RSI-Sportchef Andreas Wyden auf Anfrage. Entschieden hat dies die Business Unit Sport (BUS), die bei der SRG SSR idée suisse für die Umsetzung der Sportstrategie zuständig ist. Sie koordiniert und organisiert für die nationalen Radio- und Fernsehsender Grossprojekte wie die Fussball-Weltmeisterschaft.

Bereits am vergangenen Samstag hatte der 50-Jährige das Länderspiel gegen Italien nicht kommentieren dürfen. Vielen TV-Zuschauern der RSI war dies sofort aufgefallen. Denn Ceroni ist eines der bekanntesten Gesichter des Senders. Er verfügt sogar über einen Wikipedia-Eintrag. Dort wird seine blumige Sprache beim Kommentieren von Fussballspielen gewürdigt.

sda

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