Zum Hauptinhalt springen

Was die WM-Prognosen der UBS wert sind

Die UBS-Konjunkturforscher haben vor vier Jahren Italien als Weltmeister vorausgesagt. Diesmal ist ihr Favorit bereits ausgeschieden.

Vor vier Jahren in Deutschland gewann Italien, das eher als Aussenseiter gestartet war, den Weltmeistertitel. Aufsehen erregten allerdings nicht nur die «Azzurri» mit ihrem Triumph, sondern auch die Konjunkturforscher der UBS. Die Prognostiker der Grossbank hatten tatsächlich den Weltmeister richtig vorausgesagt. Sie lieferten insgesamt gute Prognosen, wie sich hinterher herausstellte. Die letzten 16 verbleibenden Teams sagten die UBS-Ökonomen zu 81 Prozent richtig voraus, die Halbfinalisten zu 50 Prozent und die Viertelfinalisten zu 75 Prozent.

Auch dieses Jahr hat die UBS Prognosen zur Fussball-Weltmeisterschaft abgegeben. Vor den Halbfinalspielen – Uruguay - Holland und Spanien - Deutschland – lassen sich einige Aussagen über die Treffsicherheit der Voraussagen zum Turnier in Südafrika machen. Was das Halbfinale anbelangt, liegen die UBS-Ökonomen zu 50 Prozent richtig. Holland und Deutschland sind tatsächlich noch im Turnier, nicht aber Brasilien und Italien. Titelhalter Italien verabschiedete sich blamabel schon nach der Vorrunde.

Brasilien vor Deutschland und Italien

Die Ökonomen hatten die Aussage gemacht, dass neben zwei Grossnationen auch zwei Überraschungsteams unter die letzten vier kommen. Die Rede war von Portugal, Chile, Südkorea und USA – diese Teams kamen aber nicht über die Achtelfinals hinaus. In der Realität ist einigermassen überraschend, dass Uruguay in die Halbfinals vorgestossen ist. Spanien, der amtierende Europameister, ist alles andere als überraschend. Weil bisherige WM-Leistungen sich als sehr guter Indikator für Prognosen erwiesen haben, fiel Spanien bei den UBS-Ökonomen durch.

Am interessantesten ist nun die Frage, wer gemäss den UBS-Konjunkturforschern am nächsten Sonntag den WM-Titel gewinnen wird. Auf der Liste der Favoriten standen acht Mannschaften. Die besten Gewinnchancen waren Brasilien zugeschrieben worden – mit einer Wahrscheinlichkeit von 34 Prozent, gefolgt von Deutschland (18 Prozent), Italien (13 Prozent) und Niederlande (8 Prozent). Inzwischen wissen wir, dass zwei dieser vier Teams bereits ausgeschieden sind. Fazit: Gemäss der UBS-Prognose hat Deutschland die grössten Chancen, Weltmeister zu werden. Die Vorhersagen basieren unter anderem auf dem sogenannten Elo-Rating, mit dem die aktuelle Stärke einer Mannschaft ermittelt wird (siehe Infobox).

J. P. Morgan nannte England als Weltmeister

Realistisch waren die UBS-Prognosen zum Abschneiden der Schweizer Nationalmannschaften. Bereits der Einzug in die Achtelfinals war mit einer Wahrscheinlichkeit von 30 Prozent relativ klein gewesen. In der Tat musste das Team von Ottmar Hitzfeld bereits nach den drei Vorrundenspielen die Heimreise antreten.

Neben der UBS haben auch andere Grossbanken Prognosen zur Fussball-WM veröffentlicht, so zum Beispiel J. P. Morgan. Die Forscher der amerikanischen Bank sagten klar: England wird Weltmeister. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen Spanien und Holland. England ist zwar schon im Achtelfinale ausgeschieden. Spanien und Holland sind allerdings noch im Turnier und spielen um den Einzug in den Final.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch