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Wie von Geisterhand

Ganz ohne Berührung oder Magnete lassen japanische Wissenschaftler kleinste Teile durch den Raum schweben. Möglich machen dies rund tausend Lautsprecher.

Der Wissenschaftler als Magier: Yoichi Ochiai demonstriert seine Maschine.

Ein Team von der Universität Tokyo um den Wissenschaftler Yoichi Ochiai hat ein Gerät entwickelt, dass kleinste Teile in der Luft schweben lässt. Dabei greifen die Forscher auf ein altbekanntes Prinzip aus der Physik zurück: Laufen zwei Wellen mit gleicher Frequenz und Amplitude gegenläufig gegeneinander, so entstehen bestimmte Überlagerungsbereiche, an denen die Auslenkung immer Null bleibt (Rote Punkte im gif unten). Man spricht in diesem Zusammenhang von einer stehenden Welle.

Quelle: Wikipedia
Quelle: Wikipedia

Durch entsprechende Anordnung einer Vielzahl von Lautsprechern kann man diese Orte der Nullauslenkung beliebig im Raum variieren. «Ich verwende etwa eintausend Lautsprecher und lasse ihre Schallwellen so aufeinandertreffen, dass ein Bereich entsteht» so Yoichi Ochiai. In dem Bereich wird die Schwerkraft quasi aufgehoben und es lassen sich kleine Körper darin festnageln (siehe Video).

Anwendung finden könnte die Technik etwa in der Medikamentenentwicklung. Wer hofft, dereinst dank Schallwellen durch den Raum zu schweben, den muss der Forscher allerdings enttäuschen. Die dazu benötigte Energiemenge wäre viel zu gross. Menschen bekämen entweder ein Loch oder würden anfangen zu brennen.

Reuters/dae

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