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Weltraum-Feeling für 8800 Franken

Die Universität Zürich will gemäss einem Bericht Testflüge in die Schwerelosigkeit durchführen.

Von den Erkenntnissen sollen dereinst auch Astronauten auf Langzeitflügen profitieren: Wissenschaftler schweben während eines Parabelfluges über dem französischen Atlantik in einem speziell umgebauten Airbus in Schwerelosigkeit. (8. April 2008)
Von den Erkenntnissen sollen dereinst auch Astronauten auf Langzeitflügen profitieren: Wissenschaftler schweben während eines Parabelfluges über dem französischen Atlantik in einem speziell umgebauten Airbus in Schwerelosigkeit. (8. April 2008)
Oliver Multhaup, Keystone

Die Universität Zürich bringt das Weltraum-Feeling erstmals in die Schweiz, wie die «Schweiz am Sonntag» berichtet. Noch diesen Herbst wollen Wissenschaftler der Hochschule auf dem Flugplatz Dübendorf sogenannte Parabel-Flüge durchführen, Flüge in die Schwerelosigkeit. Zurzeit sucht die Uni Interessenten für den Pilotflug in Dübendorf. Kostenpunkt: 8800 Franken.

Zuerst werden Vertreter aus der Aviatikbranche angesprochen, wie zum Beispiel Flight Attendants und Piloten der Swiss. Danach sollen die Flüge auch für die breite Öffentlichkeit buchbar sein. Für das Projekt «Microgravity» holt sie einen speziell umgerüsteten Airbus 310, ein ehemaliges Regierungsflugzeug von Deutschland, in die Schweiz. Die Maschine, getauft auf den Namen des früheren Kanzlers Konrad Adenauer, gehört laut der «Schweiz am Sonntag» der Firma Novespace, einer Tochter der französischen Raumfahrtbehörde.

Hintergrund des Projekts sind wissenschaftliche Experimente: Die Forscher werden während der Flüge untersuchen, wie sich die Schwerelosigkeit auf die Zellen der Menschen auswirkt. Davon könnten einst Astronauten auf Langzeitreisen profitieren, zum Beispiel dereinst auf Flügen zum Mars. Hat das Pilotprojekt Erfolg, sind regelmässige Flüge in 8500 Meter Höhe geplant. Federführend beim Projekt «Microgravity» ist der Deutsche Oliver Ullrich, Professor für Weltraumbiotechnologie am Anatomischen Institut der Universität Zürich, der schon mehrfach mit der Nasa zusammengearbeitet hat. «Das Flugzeug zu den Wissenschaftern in die Schweiz zu bringen, ist einzigartig», sagt Ullrich in der «Schweiz am Sonntag». Mit an Bord ist auch die Schweizer Luftwaffe. Sie übernimmt unter anderem den flugmedizinischen Support am Flugplatz Dübendorf.

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