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Studie: Flughafensperrungen nach Vulkanausbruch waren angebracht

Die Einstellung des Luftverkehrs wegen der Aschewolke im Frühling 2010 war in den Augen von Wissenschaftlern richtig. Möglicherweise wurden damit Menschenleben gerettet.

Wo alles begann: Der Eyjafjallajökull auf Island.
Wo alles begann: Der Eyjafjallajökull auf Island.

Die harten, scharfkantigen Aschepartikel in der Luft hätten zum Ausfall von Triebwerken führen und Flugzeugscheiben völlig blind schmirgeln können, heisst es in einer Studie. Erstellt wurde sie unter der Leitung von Sigurdur Gislason von der Universität Island. «Wir haben gezeigt, dass die Flughafenschliessungen gerechtfertigt waren», erklärte Ko-Autorin Susan Stipp von der Universität Kopenhagen. Die Forschungsergebnisse wurden am Dienstag in den Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht, der Fachzeitschrift der Akademie der Wissenschaften der USA.

Der Vulkan Eyjafjallajökull war am 4. April 2010 ausgebrochen und hatte wochenlang Aschewolken gespien. In weiten Teilen Nordeuropas wurde deshalb vom 15. bis 20. April der Luftraum gesperrt. Mehr als 100'000 Flüge wurden gestrichen, schätzungsweise zehn Millionen Reisende weltweit waren betroffen. Die Ausfälle kosteten die Fluggesellschaften über 1,3 Milliarden Euro. Die Kriterien für die Flugverbote waren umstritten. Kritik gab es auch wegen mangelhafter europäischer Koordination.

SDA/jak

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