Zum Hauptinhalt springen

Satellit Goce verglüht und auf die Erde gestürzt

Der Satellit der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA trat in die Atmosphäre ein, zerbrach und verbrannte. Auf die Erde herabfallende Teile des fünf Meter langen Goce hätten keine Schäden verursacht.

chk
Mission beendet: Der Satellit Goce fliegt über der Erde. (Archivbild)
Mission beendet: Der Satellit Goce fliegt über der Erde. (Archivbild)
Keystone

Der Satellit Goce ist nach vierjähriger Mission in der Atmosphäre verglüht. Er sei am frühen Montagmorgen in die Atmosphäre eingetreten, teilte die Europäische Raumfahrtbehörde ESA im italienischen Frascati mit.

Der fünf Meter lange und 1,2 Tonnen schwere Satellit zerbrach beim Herabstürzen in mehrere Teile. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass einige kiloschwere Stücke zur Erde fielen. Schäden wurden aber zunächst nicht bekannt. Dutzende Satelliten endeten bereits ähnlich, ohne dass es Unfälle gab.

Äusserst genaue Messungen

Goce hatte ein neues Bild der Erde gezeichnet. Mit Messungen des Schwerefelds in zuvor unerreichter Genauigkeit lieferte er erstmals ein weltweites einheitliches und zentimetergenaues Höhenprofil. Damit können etwa unterschiedliche Höhenangaben von Bergen vereinheitlicht und Probleme bei Bauvorhaben besser gelöst werden.

Die Daten dokumentieren auch den Anstieg des Meeresspiegels und Strömungsveränderungen, die für Klimamodelle wichtig sind. Goce registrierte auch für das menschliche Ohr unhörbare Infraschallwellen, die das schwere Erdbeben im März 2011 in Japan ausgelöst hatte.

Satellit liess sich Zeit

Goce sollte ursprünglich nur eineinhalb Jahre in der Umlaufbahn kreisen. Doch wegen geringer Sonnenaktivität reichte der Treibstoff fast dreimal so lange. Eine hohe Aktivität hätte den Satelliten früher abgebremst.

Im Oktober ging der Sprit endgültig aus. Seitdem warteten die Forscher auf den Wiedereintritt in die Atmosphäre – doch auch hier liess sich der Satellit mehr Zeit als erwartet: Anstatt nach zwei verglühte er nun erst nach drei Wochen.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch