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Kläranlagen lassen Giftstoffe durch, Nachrüstung ist nötig

Viele Chemikalien fliessen heute trotz Abwasserreinigung ungehindert in Flüsse und Seen. Ozongas und Aktivkohlefilter schaffen Abhilfe. Wer die Aufrüstung bezahlen soll, ist jedoch umstritten.

Die Kläranlage Wüeri bei Regensdorf diente als Testbetrieb: Ozongas wurde hier über Diffusoren in das bereits gereinigte Abwasser gespritzt.
Die Kläranlage Wüeri bei Regensdorf diente als Testbetrieb: Ozongas wurde hier über Diffusoren in das bereits gereinigte Abwasser gespritzt.
Bild: Awel und Eawag

Ozongas soll die Männlichkeit von Fischen schützen. Das aggressive Gas, das versuchsweise durch erste Kläranlagen blubbert, kann hartnäckige Stoffe zerlegen, die unbehelligt durch die Abwasserreinigung rauschen. Es sind die Rückstände der Zivilisation: Überbleibsel der rund 30'000 Chemikalien – Medikamente, Spülmittel, Farben oder Brandhemmer –, die in der Schweiz im Einsatz sind. Manche davon entfalten auch nach der Abwasserreinigung ungewollte Wirkung.

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