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Jetzt kommt das fliegende Auto auf den Markt

Diese Woche startet der Verkauf des ersten Gyrocopters. Durch Häuserschluchten fliegen kann man damit aber nicht.

Nie mehr im Stau stehen: Dieses Auto der Firma PAL-V kann fliegen. Video: zVg

Das erste fliegende Auto sieht aus wie der Roller mit dem Dach von BMW, nur schnittiger. Das futuristisch anmutende Gefährt ist kein Helikopter, sondern ein Tragschrauber. Der Gyrocopter, wie das Gefährt auch heisst, funktioniert nach dem Auftriebsprinzip, wie ein Flugzeug.

Diese Woche hat die holländische Firma PAL-V offiziell mit dem Verkauf der ersten serienmässigen fliegenden Autos begonnen, wie das Unternehmen heute mitteilt. Das teurere Modell Liberty Pioneer wird laut der Herstellerwebseite 500’000 Euro kosten. Der günstigere Liberty Sport soll ab 300’000 Euro zu haben sein. PAL-V steht für Personal Air and Land Vehicle.

Raus aus dem Stau nur mit Pilotenschein

«Nach vielen Jahren harter Arbeit haben wir es geschafft, ein fliegendes Auto aus der Taufe zu heben», sagt Robert Dingemanse, CEO von PAL-V in der Medienmitteilung. Es erfülle die Sicherheitsbestimmungen und Gesetze weltweit. Wer mit seinem Roller den Gang in die dritte Dimension einlegen will, muss aber zuerst einen Pilotenschein erwerben.

Schnell mal durchstarten und die Blechlawine auf der Autobahn überfliegen, wird weiterhin Wunschdenken sein, dem sich so mancher staugeplagte Pendler hingibt. Start und Landung sind in der Schweiz nur auf Flugplätzen erlaubt. Auch aus einem Flug durch Häuserschluchten wird nichts: Über Städten müssen alle Flugmaschinen eine Mindesthöhe von 300 Metern einhalten.

Der Betrieb ist relativ günstig

Tragschrauber gelten als sicher, da sie ohne komplizierte Getriebe auskommen und der Rotor auch bei geringen Geschwindigkeiten funktioniert. Auch andere Hersteller tüfteln am retrofuturistischen Traum des fliegenden Individualverkehrs. Der Transition der US-Firma Terrafugia zum Beispiel hat ausklappbare Flügel. Der erste sollte 2016 an seinen Käufer ausgeliefert werden. Bislang ist das aber noch nicht geschehen, da die amerikanischen Sicherheitsbestimmungen noch angepasst werden müssen.

Dass fliegende Autos in der Form des Helikopter-Flugzeug-Mischlings auftauchen, hat nicht nur damit zu tun, dass Anti-Gravitationstriebwerke noch nicht erfunden worden sind. Wartung und Flugkosten sind im Vergleich zu jenen bei anderen Luftfahrzeugen günstig. Bis die Anschaffungskosten bezahlbar werden und damit das Produkt massentauglich wird, dürfte es wie bei den ersten Autos noch ein Weilchen dauern.

dapd/oli

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