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In zweieinhalb Stunden von Zürich nach Tokio

In einigen Jahrzehnten soll der Flug von Europa nach Japan nur noch knapp zwei Stunden dauern. Der europäische Luftfahrtkonzern EADS hat Pläne für die Entwicklung eines neuen Raketenflugzeugs präsentiert.

Soll die Luftfahrt revolutionieren: Ein Modell des Raketenflugzeugs ZEHST an der Flugmesse in Le Bourget.
Soll die Luftfahrt revolutionieren: Ein Modell des Raketenflugzeugs ZEHST an der Flugmesse in Le Bourget.
Keystone
Wird umweltschonend betrieben: An der Luffahrtmessen in Le Bourget wird ein Modell des Verkehrsjets ZEHST vorgestellt.
Wird umweltschonend betrieben: An der Luffahrtmessen in Le Bourget wird ein Modell des Verkehrsjets ZEHST vorgestellt.
Keystone
Das Vorbild: Touristen besichtigen die Concorde im Französischen Toulouse im Juli 2010.
Das Vorbild: Touristen besichtigen die Concorde im Französischen Toulouse im Juli 2010.
AFP
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Wie EADS-Technikchef Jean Botti einen Tag vor Beginn der weltweit grössten Luftfahrtmesse am Flughafen Le Bourget in der Nähe von Paris erklärte, will der Airbus-Hersteller bis 2020 einen Prototyp des Flugzeugs fertigstellen. Um 2050 herum soll die Maschine dann den Flugverkehr aufnehmen.

Bis zu 100 Passagiere soll der superschnelle Verkehrsjet auf 32 Kilometern Höhe und mit mehr als 4200 Stundenkilometern transportieren. Wie die Entwickler des futuristischen Flugzeugs laut Welt.de sagen, soll der sogenannte ZEHST-Jet (Zero Emission High Supersonic Transport) die Nische im Passagiertransport füllen, die seit dem Ende der legendären Concorde besteht.

Kombination von drei Antrieben

Bei der Flugschau soll ein vier Meter langes Modell des Raketenflugzeuges gezeigt werden, das dem früheren Überschallflugzeug Concorde ähnelt. Ein massgeblicher Unterschied zur Concorde ist die Umweltverträglichkeit des ZEHST-Jets. Durch die Kombination von drei verschiedenen Antrieben soll die Maschine laut den Entwicklern weitgehend umweltschonend betrieben werden können.

Starten soll der Überschall-Jet mit einem von Biosprit betriebenen Turbojet bis auf fünf Kilometer Höhe. In der Luft würde die Maschine auf ein Raketentriebwerk umstellen, das mit Sauer- und Wasserstoff betrieben wird, sodass lediglich Wasserdampf ausgestossen wird. Die Landung des Jets sei mit einem Segelflugzeug zu vergleichen. Erst wenn das Flugzeug tiefere Sphären erreiche, würden die Turbojets wieder angestellt.

Alles hängt von den Kosten ab

Laut Welt.de arbeiten EADS-Ingenieure im Auftrag von Franzosen und Japanern seit bald fünf Jahren am Konzept des Wundervogels. Wie EADS-Chef Louis Gallois kurz vor der heutigen Eröffnung der Flugmesse in Le Bourget sagte, seien die technischen Probleme alle lösbar. Auf den finanziellen Aspekt kommt EADS-Chefentwickler Jean Botti zu sprechen. «Alles hängt von den Kosten ab – und ob sich jemand findet, der sie trägt», sagte dieser laut Welt.de.

SDA/pbe

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