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Der längste Zugtunnel der Welt erhält Schienen

Der Ausbau des Gotthard-Basistunnels kommt voran: Seit Februar sind die Arbeiter daran, auch von Erstfeld aus die Gleisanlagen einzubauen. Ende 2016 sollen die ersten Züge rollen.

Bald ist die Hälfte geschafft: Im neuen Gotthard-Bahntunnel zwischen Erstfeld UR und Bodio TI sind über 40 Prozent der bahntechnischen Anlagen installiert. Ab Dezember 2013 werden erste Testfahrten stattfinden. (29. März 2012)
Bald ist die Hälfte geschafft: Im neuen Gotthard-Bahntunnel zwischen Erstfeld UR und Bodio TI sind über 40 Prozent der bahntechnischen Anlagen installiert. Ab Dezember 2013 werden erste Testfahrten stattfinden. (29. März 2012)
Gaetan Bally), Keystone
Gleisanlagen für den Tunnel: Bauarbeiter in der Oströhre des Gotthard-Basistunnels betonieren die definitive Schiene. (29. März 2012)
Gleisanlagen für den Tunnel: Bauarbeiter in der Oströhre des Gotthard-Basistunnels betonieren die definitive Schiene. (29. März 2012)
Keystone
Das Interesse ist gross: Geladene Gäste auf dem 65'000 Quadratmeter grossen Installationsplatz in Erstfeld. (2. September 2011)
Das Interesse ist gross: Geladene Gäste auf dem 65'000 Quadratmeter grossen Installationsplatz in Erstfeld. (2. September 2011)
Keystone
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Im letzten Herbst wurde in Erstfeld damit begonnen, die bahntechnischen Anlagen in der Oströhre einzubauen, wie die Alptransit Gotthard AG mitteilt. Als Erstes wurden die temporären Einrichtungen installiert. Seit Februar wird an der schotterlosen Fahrbahn gearbeitet. Der Einbau erfolge in Etappen, teilte Alptransit mit. Nach der Montage von Schwellen und Schienen werde das Gleis exakt ausgerichtet. Erst dann könnten die Schwellen einbetoniert werden.

Betoniert wird mit einem mobilen Betonwerk. Es handelt sich dabei um einen 500 Meter langen Zug, der im Tunnel Frischbeton herstellen kann. Pro Tag können rund 220 Meter Schienen betoniert werden.

Betonzug

Von Erstfeld aus werden die Ost- und die Weströhre bis zur Multifunktionsstelle Faido mit der Bahntechnik ausgerüstet. Die Arbeiten im südlichen Abschnitt (Faido-Bodio) werden vom Tessin aus gemacht.

Praktisch abgeschlossen ist der Einbau der Bahntechnik im Südteil der Weströhre. Dort war mit den Arbeiten bereits 2010 begonnen worden. Dieser Abschnitt wird ab Ende 2013 als Teststrecke benutzt. Die Züge werden dereinst mit bis zu 250 km/h durch den 57 Kilometer langen Tunnel fahren können.

Weitere Arbeiten

Parallel zur Bahntechnik laufen im Gotthard-Basistunnel auch die letzten Arbeiten am Rohbau. In den Multifunktionsstellen Sedrun und Faido wird der Innenausbau bis Herbst 2012 abgeschlossen. Gearbeitet wird dieses Jahr auch an den Querschlägen.

Vor den Tunnelportalen entstehen diverse Kunstbauten. Ferner sind auf den Installationsplätzen Rückbauarbeiten im Gang. Der fahrplanmässige Betrieb des Gotthard-Basistunnels soll Ende 2016 aufgenommen werden. Zur Gotthardstrecke gehört auch der Ceneri-Basistunnel. Dort sind über 45 Prozent der Tunnels ausgebrochen, wie Alptransit mitteilt.

SDA/bru

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