«Wie ähnlich es dort im Vergleich zur Erde aussieht»

Erst Schwarzweiss, dann Farbe – jetzt Panorama: Curiosity schickt immer bessere Fotos vom Mars und lässt damit Wissenschaftlerherzen höherschlagen. Die hügelige Landschaft erinnert stark an die Erde.

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Das Marsfahrzeug Curiosity hat seinen drehbaren Kameramast ausgefahren und auch gleich ein erstes Panorama-Foto der Umgebung an die Erde geschickt. Auf dem noch sehr gering aufgelösten Schwarzweissbild sind Hügel am Horizont zu erkennen.

Ein Panorama-Foto in besserer Qualität erwarten die Nasa-Wissenschaftler in den kommenden Tagen. «Das hat alles sehr gut funktioniert», sagte die Nasa-Managerin Jennifer Trosper heute bei einer Pressekonferenz im kalifornischen Pasadena.

Auch die Antennen zur Erleichterung der Kommunikation mit der Erde arbeiten inzwischen einwandfrei. «Sie schicken uns jede Menge Daten.» Eine der Antennen hatte zuvor nicht genau in die korrekte Richtung gezeigt. Das Problem sei so gut wie behoben. Auch kleinere Probleme bei einer Wetterstation an Bord von Curiosity seien gelöst.

Mars ist wärmer als gedacht

Die Atombatterie des Rovers habe sogar noch mehr Energie als ursprünglich gedacht. «Das ist fantastisch, weil der Roboter so möglicherweise länger aktiv bleiben kann», sagte Trosper.

Auch erste Wetterdaten vom Mars, die Curiosity gesendet hat, haben die Wissenschaftler überrascht. «Es ist ein bisschen wärmer, als wir gedacht haben.» Das sei für die Mission aber kein Problem. «Wir müssen uns nur darauf einstellen und manche Dinge eventuell zu anderen Tageszeiten unternehmen.» Die Temperaturen im Gale-Krater, in dem Curiosity gelandet ist, reichen etwa von minus 90 Grad bis null Grad Celsius.

Von Curiosity geschickte hochaufgelöste Fotos der Mars-Oberfläche faszinieren unterdessen die Wissenschaftler. «Der erste Eindruck ist, wie ähnlich es dort im Vergleich zur Erde aussieht», sagte Nasa-Wissenschaftler John Grotzinger. «Interessant wird jetzt, herauszufinden, was genau dort anders ist.»

Fliessendes Wasser im Gale-Krater

Der Gale-Krater scheine von Steinen bedeckt zu sein, die von den Hügeln am Kraterrand durch einst existierendes fliessendes Wasser in die Ebene gespült wurden. Auch harter Felsboden sei zu erkennen. Erste Messungen eines an der Universität Kiel entwickelten Strahlungsmessgerätes haben eine in Abständen hohe Strahlung ergeben.

«Wir bekommen schon einen Vorgeschmack auf die aufregenden Experimente und Ergebnisse, die wir sehen werden», sagte Nasa-Wissenschaftler Don Hassler. Der Marsrover Curiosity war am Montag nach rund acht Monaten Flug gelandet. Es ist die teuerste und technisch ausgefeilteste Mission, die je zum Roten Planeten geschickt worden ist.

ses/sda

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