Swisscom baut ein Mobilfunknetz für das Internet der Dinge

Das Internet der Dinge (IoT) ist das Internet der Zukunft: Anstatt Computer verbindet es «Dinge» wie Maschinen, Geräte und Installationen. Die Swisscom errichtet nun in Genf und Zürich ein erstes IoT-Netzwerk.

In Zukunft überflüssig: Diese Parkuhr wird wohl bald schon durch das IoT ersetzt – Das neue Netzwerk erlaubt es, Parkplätze via einer App zu finden und zu bezahlen. (14. Oktober 2014)

In Zukunft überflüssig: Diese Parkuhr wird wohl bald schon durch das IoT ersetzt – Das neue Netzwerk erlaubt es, Parkplätze via einer App zu finden und zu bezahlen. (14. Oktober 2014)

(Bild: Keystone Ennio Leanza)

Bis Ende Juni will die Telekom-Firma ein neues Mobilfunknetz einrichten, das für Maschinen reserviert ist. Es ermöglicht völlig neue Dienstleistungen, wie die Diebstahlsicherung von Velos oder Parkplätze, die melden, wenn sie frei sind. Anfangs werden nur die Städte Zürich und Genf mit dem neuen Netz versorgt.

Eine Bewilligung oder Lizenz braucht Swisscom dafür nicht, weil die Strahlung der neuen Funkstationen viel schwächer ist als jene herkömmlicher Antennen. «Die Regulierung erfolgt nicht über Konzessionierung wie bei den Handys, sondern über die technische Spezifikation der Geräte», sagt Marc Furrer, Präsident der Kommunikationskommission, gegenüber der «NZZ am Sonntag». Die mit dem Netz verbundenen Geräte und Sensoren müssten einfach gewissen Vorschriften punkto Sendeleistung entsprechen.

Mit dem neuen Netzwerk, welches die Entwicklung des Internets der Dinge vorantreiben wird, ist die Swisscom international führend. «Die Niederlande und Südafrika sind allerdings schon weiter als die Schweiz», sagt Thorsten Kramps, Master Inventor am IBM-Forschungslabor Zürich. Die Firmen KPN aus Holland und Fastnet aus Südafrika hätten bereits die Lancierung eines nationalen Netzes angekündet.

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