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«Wir finden auch Königspythons»

In Genf wird über den Artenschutz konferiert, derweil der Handel mit verbotenen Pflanzen und Tieren boomt. Experte Mathias Lörtscher über bizarre Funde beim Zoll.

Felle von artengeschützten Tieren, die in der Schweiz beschlagnahmt worden sind und sich jetzt im Lagerraum des Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) befinden.
Felle von artengeschützten Tieren, die in der Schweiz beschlagnahmt worden sind und sich jetzt im Lagerraum des Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) befinden.
BLV
Die präparierten Reptilien wurden ebenfalls in die Schweiz geschmuggelt und werden nun vom BLV aufbewahrt.
Die präparierten Reptilien wurden ebenfalls in die Schweiz geschmuggelt und werden nun vom BLV aufbewahrt.
BLV
Anfang dieses Jahres hat der Flughafen Genf und Zürich 210000 Glasaale in Koffern entdeckt. Sie wurden im Murtensee und im Rhein freigelassen. Die Fischart ist vom Aussterben bedroht.
Anfang dieses Jahres hat der Flughafen Genf und Zürich 210000 Glasaale in Koffern entdeckt. Sie wurden im Murtensee und im Rhein freigelassen. Die Fischart ist vom Aussterben bedroht.
Adrien Perritaz (Keystone)
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Herr Lörtscher, 2018 hat der Schweizer Zoll 747 Sendungen entdeckt, die gegen dasWashingtoner Artenschutz­abkommen Cites verstossen. Wie erklären Sie sich die ­Zunahme um fast ein Viertel im Vergleich zu 2017?

Der Schweizer Zoll hat jetzt auch den Artenschutz als Priorität eingestuft. Er kontrolliert mehr und findet auch mehr verbotene Pflanzen- und Tierarten. Darunter sind Mitbringsel von Touristen wie etwa Korallen, Muscheln oder Dufthölzer. Und dann gibt es Leute, die in einer Flasche mit Alkohol eine kleine Kobra und einen Skorpion als Souvenir mit nach Hause nehmen. Das verstehe ich überhaupt nicht. Sehr gestört hat mich, dass jemand versuchte, einen Affenschädel zu importieren, der ­innen mit Silber beschlagen war – vermutlich, um dort ein gewisses weisses Pulver reinzutun.

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