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Wenn Nutztiere wieder wild werden

Es gibt in Europa eine grosse Zahl an verwilderten Nutztieren, die sich unkontrolliert fortpflanzen. Werden diese Bestände reguliert, leisten sie einen Beitrag für den Naturschutz.

Wilde Pferde im Donaudelta: Rumänische Bauern liessen die Tiere frei, weil Motorkraft heute mehr zählt als Pferdestärken. Foto: Robert Ghement (Keystone)
Wilde Pferde im Donaudelta: Rumänische Bauern liessen die Tiere frei, weil Motorkraft heute mehr zählt als Pferdestärken. Foto: Robert Ghement (Keystone)

Der Winter im Tessin war hart. Es lag viel Schnee vor sechs Jahren, als eine Gruppe hungriger Haflinger auf der Suche nach Futter durch das 300-Seelen-Dorf Sagno am Monte Generoso trottete. Seit Jahren lebten die Pferde auf sich ­allein gestellt in den Wäldern zwischen dem Luganer- und dem Comersee. Niemand hatte sich nach dem Tod des Besitzers um die Tiere gekümmert. Das war vor acht Jahren. Doch die Haflinger fanden Futter und vermehrten sich, bis sie der Hunger in die Dörfer trieb. Die Tiere hatten Glück, ihnen wurde geholfen, der Bestand gerettet. Heute werden sie bei Bedarf gefüttert.

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