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Von Schöpfung und Urknall

Drei EDU-Kantonsräte fordern, dass die Schöpfungslehre in der Schule gleichrangig behandelt wird («Tagesanzeiger» vom 21.7.2008)

Drei Kantonsräte der fundamental christlich ausgerichteten Eidgenössischen Demokratischen Union (EDU) sorgen sich um den Stellenwert der Schöpfungslehre im schulischen Unterricht. Sie wollen, dass diese gleichberechtigt mit der Urknall- und Evolutionstheorie behandelt wird. Für die Sinnfrage von Jugendlichen nach dem Woher und Wohin, nach dem Sinn und Zweck des Lebens, sei es unabdingbar, beide Modelle aufzuzeigen und die Jugendlichen selber, ohne Beeinflussung, entscheiden zu lassen.

Der Regierungsrat will aber den Lehrplan nicht ändern. Die Begründung: Dies würde die Glaubens- und Gewissensfreiheit sowie das Gebot der konfessionellen Neutralität der öffentlichen Schulen verletzen. Aufgrund der unterschiedlichen Grundlagen und des unterschiedlichen Zugangs gehörten beide Denkansätze innerhalb des Unterrichtsbereichs Mensch und Umwelt zu verschiedenen Fächern - die Urknall- und Evolutionstheorie ins Fach Realien, die Schöpfungslehre ins Fach Religion.

Die Urknall- und Evolutionstheorie beruhe auf wissenschaftlichen Grundlagen und versuche der Frage nach der Entstehung der Welt und der Entwicklung des Lebens so nahe wie möglich zu kommen, antwortet die Regierung den drei EDU-Vertretern. Die Schöpfungslehre hingegen versuche auf religiöser Grundlage die Entstehung der Welt aus Sicht christlicher Religionen zu erklären. Die Schöpfungsgeschichte der Bibel stütze sich nicht auf wissenschaftliche Erkenntnisse und stelle damit keine Alternative zur Urknall- und Evolutionstheorie dar.

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