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Steine, die zu uns sprechen

Mythen und Legenden ranken sich um markante Felsen, Findlinge, Kultsteine und Megalithen. Die Schweiz lässt sich seit ihren Anfängen auch durch ihre Steine erzählen.

Steine sind stumm, Steine sind starr, Steine sind stupid. Denken wir vielleicht. Auf eine Geröllhalde mag das zutreffen, doch gibt es im Land vielerorts Steine, die Einzelwesen sind, die Charakter haben, die zu uns sprechen und Dinge berichten. Etwa der Glögglifels im Laufental an einem alten Verkehrsweg: ein Viermeterzahn, bemalt mit zwei Wappen und behängt mit einem Glöcklein. Früher verlief an diesem Ort die Grenze zwischen Basel und Bern. Reisende hatten Zoll zu zahlen. Sie läuteten angeblich das Glöcklein, worauf der Zöllner kam und kassierte.

Viele imposante Steine in der Schweiz sind von Geschichten umrankt, immer wieder ist deren Realitätsgehalt umstritten. Das Rätsel macht sie reizvoll, weckt unser Interesse. Wieso heisst der über zehn Meter hohe Achistein im bernischen Innertkirchen so? Hat es wirklich mit der Frau zu tun, die einst an der Aare einen Garten unterhalten haben soll, bis ein Hochwasser die schöne Pflanzung wegspülte und stattdessen den Stein hinterliess. Die Frau klagte: «Ach!»

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