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Nur keine Panik!

Ist es wirklich so schlimm, wenn Tiere und Pflanzen in Lebensräume eindringen, in denen sie nicht heimisch sind? Ein britischer Biologe plädiert für mehr Gelassenheit.

Von Bernd Brunner
Niedlich, aber unbeliebt: Amerikanische Grauhörnchen breiten sich zunehmend in Europa aus. Foto: Whiteway
Niedlich, aber unbeliebt: Amerikanische Grauhörnchen breiten sich zunehmend in Europa aus. Foto: Whiteway

Wären die Dinge etwas anders gekommen, könnten die Touristen in den Weiten des amerikanischen Yellowstone-Nationalparks heute womöglich nicht nur Bisonherden, sondern auch verwilderte Dromedare beobachten. Die Nachkommen jener Tiere, die ein paar Spinner im 19. Jahrhundert nach Amerika verschifften, würden gemächlich die Prärie abgrasen und im Galopp vor Angreifern fliehen. Ob man wohl irgendwann versuchen würde, diese anscheinend nicht heimische Art auszurotten? Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht. Schliesslich lebten die Vorfahren dieser Tiere vor Urzeiten in Amerika, bevor sie sich über die geschlossene Landbrücke nach Asien aufmachten, um sich dort – unter anderem – zu den heutigen Kamelen zu entwickeln.

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