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Naturhistorischen Museum zeigt Fliegen im besten Licht

Das Basler Naturhistorische Museum adaptiert eine Neuenburger Ausstellung über die vielfältigen Facetten der Fliegen. Auch nützliche Seiten dieser Tiere werden beleuchtet.

Wenn Fliegen auf Misthaufen spazieren, schauen viele weg. Laufen sie an der Decke, lohnt sich aber ein genauer Blick, wie so ein Kunststück klappen kann. Diesen erlaubt die Ausstellung «Die Fliegen - Les Mouches», die ab Freitag bis am 29. März 2009 offen ist. Man sollte auch offene Ohren mitbringen und sonst offen sein.

Im Museum liegt nämlich auch ein echter Kadaver - hinter Glas. Daran tun sich vor den Publikums-Augen Fliegenlarven gütlich. Diese Leichenbeseitigungs-Funktion macht man sich sogar in der Humanmedizin zu Nutzen: Maden fressen abgestorbenes Wundgewebe ab, präzise und ohne das lebende zu verletzen.

Allerdings können manche der bisher bekannten weltweit 134'000 Fliegenarten (7000 in der Schweiz) auch Krankheiten verbreiten, so die Schlafkrankheit. Ihre Formenvielfalt verblüfft; von riesigen tropischen Brummern bis zu winzigen Mücken reicht die Palette. Das Museum bietet Blicke durchs Mikroskop, aber auch grosse Modelle.

Auch die Lebensweisen der zweiflügligen Insekten mit Balance-Schwingkölbchen kann verblüffen. Eine Art verrät Kennern sogar, wo Trüffel unter dem Boden sind. Einig ist allen die Metamorphose von der Made zur Fliege.

Die Ausstellung war 2004 vom Naturhistorischen Museum Neuenburg produziert und erstmals gezeigt worden; sie hat damals den Prix Expo der Schweizer Akademie der Naturwissenschaften erhalten. Zum Basler Begleitprogramm gehören eine Schau im Schweizerischen Tropeninstitut - und eine Demonstration im Fliegenfischen.

SDA/amu

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