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Mehr als 15'000 Steinböcke in der Schweiz

Die Zahl der Steinböcke hat einen Rekordwert erreicht – nur wenige Jahre nach einem auffälligen Rückgang der Bestände.

Im vergangenen Jahr wurden rund 15'700 Tiere gezählt, so viel wie noch nie seit den ersten Wiederansiedlungen im Jahr 1911. Dies geht der heute publizierten eidgenössischen Jagdstatistik hervorgeht. Unter den Tieren waren rund etwa 7000 Böcke, 7300 Geissen und 1400 Kitze.

In den Kantonen Freiburg, Glarus, St. Gallen, Schwyz und Uri erreichten die Bestände einen neuen Höchststand und auch in den anderen Kantonen mit bedeutenden Population wachsen die Bestände, wie das Bundesamt für Umwelt (Bafu) schreibt. Ausnahmen seien die Kantone Bern und Obwalden, wo die Zahlen seit einigen Jahren auf einem relativ tiefen Niveau stagnierten.

Untersuchung der Populationen

Zurzeit läuft ein Forschungsprogramm zum Steinbock, weil die Bestände um die Jahrestausendwende nach Jahrzehnten kontinuierlichen Wachstums in vielen Steinbockkolonien zurückgegangen waren – ohne erkennbare Ursache. Ziel dieses Programms ist laut dem Bafu, die Einflussfaktoren auf die Steinbockkolonien zu untersuchen, um dann das Steinwildmanagement in der Schweiz optimieren zu können.

Die Arbeiten behandeln Themen wie Genetik, Krankheiten, Fortpflanzungs- und Winterökologie – und auch den Einfluss der Jagd. Das Programm soll 2010 abgeschlossen werden. Die Schweiz und Italien sind die beiden Länder mit den grössten Alpensteinbock-Populationen weltweit. Grundsätzlich ist der Steinbock eine geschützte Art. Allerdings hatten Schäden an Forst- und Landwirtschaft durch die steigenden Steinwildbestände den Bund im Jahr 1990 dazu bewogen, die Jagd auf den Steinbock für die Kantone zu ermöglichen.

AP/raa

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